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  • ·Article ·Bluthochdruck

    Nächtlicher Blutdruck bester Prädiktor für Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

    Hohe nächtliche Blutdruckwerte gelten als besonders riskant. Dies bestätigen Daten einer Meta-Analyse, die kürzlich auf dem Kongress der American Society of Hypertension (ASH) in New York vorgestellt worden ist. Das eigentlich Überraschende aber an den neuen Daten: Weder die Höhe des Blutdrucks tagsüber noch die Werte bei der Praxismessung korrelierten mit dem Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. In der Studie wurden Daten von fast 14.000 Hypertonikern aus Europa, Brasilien und den USA ausgewertet, bei denen 24-Stunden-Blutdruckmessungen (ABDM) erfolgt waren. Pro Anstieg der systolischen Blutdruckwerte um 10 mmHg nachts, tagsüber und bei der Praxismessung war das kardiovaskuläre Risiko der Patienten um 25 %, 20 % und 11 % erhöht. Wurden jedoch weitere wichtige Einflussfaktoren für das KHK-Risiko berücksichtigt, war nur noch der nächtliche systolische Blutdruck prädiktiv für das KHK-Risiko (+26 % pro 10 mmHg). Die geringe Aussagekraft von Blutdruckmessungen in der Praxis oder zu Hause bestätigte auch eine finnische Langzeitstudie über 16 Jahre bei knapp 500 Patienten. Beide Messungen korrelierten nicht mit dem Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen; der Zusammenhang zeigte sich nur bei der ABDM.

     

    Quellen

    • Roush G et al.: Prognostic impact of clinic, daytime, and nighttime systolic blood pressure in 9 cohorts of 13,843 patients with hypertension: systematic review and meta-analysis. J Am Soc Hypertens 2014; 8:e59
    • Niiranen T et al.: Office, home, and ambulatory blood pressure as predictors of cardiovascular risk. J Am Soc Hypertens 2014; 8: e3-e4

     

    Abstracts

    Quelle: Ausgabe 07 / 2014 | Seite 1 | ID 42747788