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  • ·Fachbeitrag ·Antikoagulation

    Unprovozierte Lungenembolie: Score erkennt niedriges Rezidiv-Risiko

    | Frauen, die maximal einen Punkt im HERDOO2-Score haben, können die Antikoagulation gemäss der Validationsstudie nach einer Kurzzeitintervention stoppen. Bei postmenopausalen Über-50-Jährigen ist allerdings trotz niedrigem Score Vorsicht geboten. |

     

    Bei über der Hälfte der Patienten mit Lungenembolie findet sich kein auslösender Faktor. Das Rezidivrisiko ist bei diesen unprovozierten Lungenembolien (LE) deutlich höher als bei provozierten. In einer internationalen prospektiven Kohortenstudie wurde nun der HERDOO2-Score validiert. Er soll jene Frauen herausfiltern, die nach einer unprovozierten proximalen tiefen Beinvenenthrombose oder einer LE ein geringes Rezidivrisiko haben und die Antikoagulation nach kurzer Zeit wieder beenden können.

     

    Die Studie umfasste 2.785 Patientinnen mit erster unprovozierter VTE. Sie hatten 5 bis 12 Monate lang Vitamin-K-Antagonisten oder NOACs eingenommen. Ausgeschlossen wurden Patienten mit Thrombophilie und Frauen, die eine Hormontherapie beginnen wollten. Im Interventionsarm wurde die Antikoagulation beendet, wenn der HERDOO2-Score höchstens einen Punkt betrug. In der Beobachtungsgruppe hingegen war es Ärzten und Patienten überlassen, über die Fortführung der Antikoagulation zu entscheiden.