16.12.2014 · Fachbeitrag · Akutes Koronarsyndrom
Erstmals wurde mit Ezetimib Prognose gebessert
Kardiovaskuläre Hochrisiko-Patienten profitieren von einer drastischen Senkung des LDL-Cholesterins auf Serumwerte von bis zu 50 mg/dl noch stärker als auf Werte von 70 mg/dl, dem derzeit empfohlenen Zielbereich. Das ergab die IMPROVE-IT-Studie bei über 18.000 Patienten mit akutem Koronarsyndrom und Ausgangs-LDL-C-Werten von im Mittel 95 mg/dl. Sie wurden über im Mittel rund sechs Jahre mit dem Statin Simvastatin allein (40 mg täglich) oder der Kombination Simvastatin/Ezetimib (Cholesterol-Resorptionshemmer) behandelt. Die stärkere LDL-C-Senkung in der Kombigruppe korrelierte mit einem um rund 6 % geringeren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (32,7 % versus 34,7 %, p=0,016), mit einem um 14 % geringeren Risiko für Herzinfarkte (13,1 % versus 14,8 %, p=0,002) und einem um 21 % geringeren Risiko für ischämische Schlaganfälle (3,4 % versus 4,1 %, p=0,008). In der beim Herzkongress AHA in Chicago präsentierten Studie wurde erstmals für ein Nicht-Statin belegt, dass die weitere Cholesterinsenkung in Kombination mit einem Statin auch die Prognose der Patienten verbessert. Die Studie wurde vom Hersteller unterstützt.
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