22.05.2014 · Fachbeitrag · Nierenfunktion
Cholesterin: Kein Einfluss auf Progression einer Niereninsuffizienz
Eine Senkung des LDL-Cholesterins bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen kann bekanntlich das Risiko für atherosklerotische Komplikationen deutlich verringern. Eine Beeinflussung der Progression der Niereninsuffizienz kann dadurch aber nach Daten der britischen SHARP-Studie bei mehr als 6.200 Patienten mit Nierenerkrankungen (nicht-dialysepflichtig) nicht verhindert werden. Die Hälfte der Teilnehmer wurde täglich mit dem HMG-CoA-Reduktasehemmer Simvastatin (20 mg) plus dem Cholesterol-Resorptionshemmer Ezetimib (10 mg) behandelt, die übrigen erhielten Placebo. Die Beobachtungszeit betrug im Schnitt knapp fünf Jahre. In der Verumgruppe wurden die Cholesterinwerte im Schnitt um 1 mmol/l (39 mg/dl) gesenkt. Die Inzidenz einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD/Nierenversagen > 3 Monate, Dialysepflicht oder Nierentransplantation) war allerdings in beiden Gruppen fast gleich: 33,9 % in der Verum- versus 34,6 % in der Placebo- Gruppe. Auch bei den Endpunkten ESRD oder Tod bzw. ESRD oder Verdopplung des Ausgangs-Kreatininwertes gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Laut einer weiteren Analyse hatte die Cholesterinsenkung auch keine Auswirkung auf die glomeruläre Filtrationsrate.
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