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·Article ·HIV-Infektion

HIV-Infizierte sterben seltener an AIDS, aber häufiger an Krebs

Die Mortalität von HIV-Infizierten hat sich dank zunehmend besserer Therapiemöglichkeiten zwischen 1999/2000 und 2009/2011 fast halbiert: von 17,5 auf nur noch 9,1 pro 1.000 Personenjahre. Das ist das Ergebnis der D:A:D-Studie mit Daten zu knapp 50.000 HIV-Infizierten aus Europa, den USA und Australien. Parallel zur Abnahme der Mortalität ist die Zahl der CD4-Helferzellen, Marker der Kontrolle der Infektion, bei HIV-Infizierten unter Therapie stetig gestiegen. Deutliche Veränderungen gab es bei den Todesursachen (im Studienzeitraum starben rund 3.900 Patienten): Während der Anteil der Todesfälle durch AIDS-bedingte Komplikationen deutlich abnahm (von zu Beginn 34 auf 22 % bei Studienende), ebenso wie Todesfälle durch Lebererkrankungen (von 16 auf 10 %), stieg der Anteil der Todesfälle durch Krebserkrankungen, die nicht mit AIDS in Zusammenhang stehen (von 9 auf 23 %). Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahmen ebenfalls ab, nach Angaben der Autoren vermutlich aufgrund der geringeren Kardiotoxizität neuerer Medikamente. Im Schnitt waren rund 10 % aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Fazit der Autoren: Nicht-AIDS-bezogene Krebserkrankungen sind inzwischen die häufigste Todesursache bei HIV-Infizierten und es gibt bisher auch keine Anhaltspunkte für eine Verbesserung dieser Entwicklung.

 

Quelle

  • Smith C et al.: Trends in underlying causes of death in people with HIV from 1999 to 2011 (D:A:D): a multicohort collaboration. The Lancet 2014; 384(9939): 241-248

Abstract

Quelle: Ausgabe 09 / 2014 | Seite 12 | ID 42900771