Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • 28.09.2007 | Urolithiasis

    Nierensteine rezidivieren bei fast jedem zweiten Betroffenen

    In einer aktuellen Übersichtsarbeit haben US-amerikanische Wissenschaftler Evidenz-basierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie bei Urolithiasis zusammengestellt. Die Erkrankung betrifft weltweit 5 bis 15 Prozent der Bevölkerung und rezidiviert bei nahezu jedem zweiten Patienten. Eine besonders häufige Manifestation – gerade in der Allgemeinpraxis – ist die akute Nierenkolik. 

     

    Es gibt viele prädisponierende Faktoren für Nierensteine: Erkrankungen wie primärer Hyperparathyreoidismus, Zystinurie, Gicht, Diabetes mellitus, renal tubuläre Azidose, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Malabsorption, Niereninsuffizienz, Sarkoidose und Markschwammnieren, außerdem anatomische Anomalitäten, Zustand nach Operationen an den Harnwegen oder Einnahme bestimmter Medikamente wie Carboanhydrasehemmer, Triamteren, Kalzium mit Vitamin D oder der Proteasehemmer Indinavir.  

    Bei akuten Obstruktionen und Infekten sofort handeln!

    Die meisten Harnleitersteine mit Durchmessern unter fünf Millimetern gehen spontan innerhalb von vier Wochen ab. Daher ist es gerechtfertigt, abzuwarten – sofern die Symptome beherrschbar sind und eine gute Kontrolle gewährleistet ist. Da nach vier Wochen das Risiko für Strikturen und eine Verschlechterung der Nierenfunktion steigt, machen persistierende Steine einen Eingriff erforderlich. Bei akuten Obstruktionen und damit verbundenen Infektionen, Urosepsis sowie bei drohendem Nierenversagen, nicht zu beherrschendem Erbrechen oder Schmerzen, beidseitigen Obstruktionen oder Obstruktionen in einer Einzel- oder Transplantatniere müssen Sie sofort handeln. Zur Harnableitung und Dekompression sind Harnleiterkatheter, Stents oder perkutane Nephrostomien gleichermaßen geeignet.  

     

    Diagnostik