Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • 25.10.2010 | Typ-2-Diabetes

    Profitieren neu entdeckte Typ-2-Diabetiker von einer sofortigen intensiven Therapie?

    Es lohnt, in Hausarztpraxen auf Typ-2-Diabetes zu screenen und neu entdeckte Diabetiker direkt multifaktoriell und intensiv zu behandeln, so das Fazit der Autoren der ADDITION-Studie. Wie sie beim europäischen Diabeteskongress in Stockholm berichteten, war nach fünf Jahren intensiver Therapie die Rate kardiovaskulärer Ereignisse zwar nicht signifikant verringert. Aber: Alle Trends „gingen in die richtige Richtung“. Der primäre Endpunkt war unter intensiver Therapie um 17 Prozent seltener, Infarkte waren um 30, Revaskularisierungen um 21, kardiovaskuläre Todesfälle um zwölf und die Gesamtsterberate um neun Prozent geringer. Die „intensive“ Betreuung beinhaltete Lebensstilberatung und strikte Therapieziele: HbA1c-Wert < 6,5 Prozent, Blutdruck < 120/80 mmHg und Gesamtcholesterin < 135 mg/dl. Die Vergleichsgruppe erhielt eine Therapie nach Leitlinien. Die Studie widerlegt nach Ansicht der Autoren die negativen Ergebnisse der ACCORD-Studie: Durch intensive Therapie sei eher eine Risikominderung denn eine Risikoerhöhung zu erwarten. 

     

    Quelle

    • Griffin SJ et al.: The results of the ADDITION study. 22. September 2010, Jahrestagung der EASD in Stockholm, EDEG-PCRD Symposium: Benefits of early intensive multifactorial therapy in type 2 diabetes
    Quelle: Ausgabe 11 / 2010 | Seite 4 | ID 139468