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  • 29.07.2009 | Milde kognitive Defizite (MCI)

    Depressive MCI-Patienten erkranken vermehrt an Alzheimer

    Sind Personen mit milden kognitiven Defiziten (MCI) depressiv, ist ihr Risiko, an Morbus Alzheimer zu erkranken, deutlich höher als bei MCI-Patienten ohne Depression. Das haben US-Forscher in einer dreijährigen Studie bei 756 Personen im Alter zwischen 55 und 91 Jahren mit MCI festgestellt. 208 Personen hatten laut Tests mit dem Beck Depression Inventory (BDI) eine Depression (BDI-Score 10 und höher). Mit jeder Zunahme des BDI-Scores um einen Punkt stieg das Alzheimer-Risiko um drei Prozent. In der Studie wurde auch belegt, dass mit dem Alzheimer-Medikament Donepezil das Erkrankungsrisiko von depressiven MCI-Patienten verringert werden kann (das Mittel ist dazu nicht zugelassen!). Während nach 2,2 Jahren 29 Prozent der Personen, die Vitamin E oder Placebo einnahmen, an Alzheimer erkrankt waren, waren es unter Donepezil nur 14 Prozent. Nach 2,7 Jahren waren die Unterschiede nicht mehr signifikant. 

     

    Quelle

    • Lu P et al.: Donepezil delays progression to AD in MCI subjects with depressive symptoms. NEUROLOGY 2009;72:2115-2121
    Quelle: Ausgabe 08 / 2009 | Seite 11 | ID 128741