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  • 30.08.2010 | Hormonersatztherapie (HRT)

    Schlaganfallrisiko unter niedrig dosierter transdermaler HRT offenbar nicht erhöht

    Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Frauen unter Hormonersatztherapie (HRT) wurde bereits vielfach belegt. Laut Daten einer britischen Fall-Kontroll-Studie scheint das Risiko bei transdermaler Therapie mit niedrig dosiertem Östrogen (bis 50 µg) deutlich geringer als bei einer oralen Therapie zu sein. Die so behandelten Frauen erlitten nicht häufiger Schlaganfälle als die Kontrollgruppe ohne HRT. Auch der Zusatz von Gestagen führte nicht zur Risikoerhöhung bei transdermaler Therapie. Allerdings war bei hoher Östrogendosis (> 50 µg) auch bei transdermaler Therapie das Schlaganfallrisiko um 90 Prozent erhöht. Bei Frauen, die seit mindestens einem Jahr oral Östrogene allein oder in Kombination mit Gestagen einnahmen, war das Schlaganfallrisiko im Mittel um 28 Prozent, bei hoher Dosis um bis zu 48 Prozent erhöht. Die Autoren, die Daten von mehr als 15.000 Frauen mit Schlaganfall im Alter von 50 bis 79 Jahren und fast 60.000 Kontrollpersonen auswerteten, wollen allerdings noch keine Empfehlung geben, eine transdermale HRT der oralen generell vorzuziehen. 

     

    Quelle

    • Suissa S et al.: Transdermal and oral hormone replacement therapy and the risk of stroke: a nested case-control study. BMJ 2010; 340: c2519
    Quelle: Ausgabe 09 / 2010 | Seite 6 | ID 138112