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01.12.2010 | Hirnhautentzündung

Dexamethason hilft bei Pneumokokken-Meningitis

Bei Patienten mit einer Pneumokokken-Meningitis wird laut Leitlinien der zusätzliche Einsatz von Dexamethason empfohlen - trotz schlechter Studienlage. Durch aktuelle Daten aus den Niederlanden wird der Nutzen jetzt untermauert. Seit dem breiten Einsatz von Dexamethason ist die Mortalität um rund zehn Prozent zurückgegangen. Ausgewertet wurden alle Fälle einer ambulant erworbenen Pneumokokken-Meningitis in den Niederlanden zwischen März 2006 und Januar 2009, insgesamt 357 Episoden. 84 Prozent der Betroffenen erhielten zusätzlich zu Antibiotika Dexamethason; im Vergleichszeitraum 1998 bis 2002 bei 352 Patienten - vor Empfehlung der Dexamethason-Therapie - waren es nur drei Prozent gewesen. Die Prognose wurde durch Einsatz von Dexamethason deutlich verbessert: Die Hälfte der Behandelten hatte nach der Glasgow Outcome Scale ein günstiges Ergebnis (vs. 39 Prozent in der historischen Kohorte), die Mortalität betrug 20 vs. 30 Prozent, die Rate von Hörverlusten 12 vs. 22 Prozent. 

 

Quelle

  • van de Beek D et al.: Nationwide implementation of adjunctive dexamethasone therapy for pneumococcal meningitis. Neurology 2010; 75(17): 1533-1539
Quelle: Ausgabe 12 / 2010 | Seite 12 | ID 140482