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  • ·Fachbeitrag ·Diagnostik

    COPD-Diagnose mit Funktionstests sichern

    | Die Wahrscheinlichkeit ins Krankenhaus eingewiesen zu werden oder zu sterben, ist rund 10 Prozent niedriger, wenn die Patienten gemäss Leitlinien abgeklärt werden. |

     

    Empfohlen wird, bei allen Patienten mit Verdacht auf COPD Lungenfunktionstests durchzuführen. Dies wird in der Praxis aber nur bei 30 bis 50 Prozent der Betroffenen gemacht. Die Frage ist, ob diese Unterlassung den Outcome beeinflusst. Dies scheint tatsächlich der Fall zu sein, wie eine von der Firma Pfizer unterstützte kanadische Longitudinalstudie der Einwohner von Ontario nun zeigt. Ausgewertet wurden die Daten von fast 69.000 Patienten mit der Verdachtsdiagnose COPD. Wurde diese Diagnose mit entsprechenden Untersuchungen untermauert, betrug die Hazard Ratio für eine Krankenhauseinweisung wegen COPD oder Tod 0,91. Ausserdem war die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese Patienten mit einem lang-wirksamen Bronchodilatator versorgt wurden. Insbesondere bei ambulant gestellten COPD-Diagnosen machte die Testung signifikante Unterschiede. Ambulante Patienten, deren COPD-Diagnose mit Lungenfunktionstests belegt worden war, hatten ein etwa 30 Prozent geringeres Sterberisiko. Möglicherweise sei das Ergebnis auch damit zu erklären, dass dies eine insgesamt bessere medizinische Betreuung widerspiegle, bemerken die Autoren selbstkritisch. Allerdings blieb der Zusammenhang auch bestehen, als sie die Berechnung für eine Reihe von Anzeichen guter medizinischer Fürsorge (z. B. Impfung gegen Influenza) adjustierten.

     

    Quelle