14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen stellen nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG Anschaffungskosten dar, wenn sie innerhalb von drei Jahren nach dem Erwerb anfallen und 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Das gilt nach einem Urteil des FG Münster nicht nur bei einer Hausmodernisierung, sondern auch bei durchgeführten Arbeiten zur Mängelbeseitigung. Im zugrunde liegenden Fall wurden Maßnahmen durchgeführt, um das Eindringen von Feuchtigkeit in die ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der Vorteil aus einer unentgeltlichen Verpflegung durch den Arbeitgeber unterliegt nicht der Lohnsteuer, wenn die Mahlzeit wegen der besonderen betrieblichen Abläufe im überwiegenden Interesse des Arbeitgebers liegt. Dieses BFH-Urteil zum Bordpersonal von Flusskreuzfahrtschiffen lässt sich generell auf Auswärtstätigkeiten von Arbeitnehmern übertragen.
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Darf ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden zu betrieblichen Zwecken genutzt werden, ist es bilanziell wie ein materielles Wirtschaftsgut zu behandeln und die selbst getragenen Herstellungskosten sind laut BFH nach den für Gebäude geltenden Regeln abzuschreiben. Dabei ist irrelevant, ob die Nutzung auf einem unentgeltlichen oder entgeltlichen Verhältnis beruht, dem Nutzenden zivilrechtliche Ersatzansprüche gegen den Eigentümer des Grundstücks zustehen oder ob die Übernahme der ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Eine Pensionsrückstellung darf nur gebildet werden, wenn die Zusage keine Leistungen in Abhängigkeit von künftigen gewinnabhängigen Bezügen vorsieht. Das ist nach einem Beschluss des BFH bei Gewinntantiemen der Fall, die nach Erteilung der Pensionszusage entstehen. Nur Gehaltsbestandteile, die von bereits entstandenen Gewinnen abhängen, dürfen gemäß § 6a Abs. 2 Nr. 2 EStG berücksichtigt werden.
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Unverzinsliche Gesellschafterdarlehen müssen nach einem aktuellen Urteil des BFH zwingend nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 S. 2 EStG abgezinst werden, wenn sie zwar keine feste Laufzeit aufweisen, der Kreditnehmer aber am Bilanzstichtag mit einer Dauer der Kapitalüberlassung für mindestens weitere zwölf Monate rechnen kann. Dabei stellt die Zweckbindung eines Darlehens keine Verzinsung dar, wodurch die Abzinsung entfallen würde. Auch wenn die Zweckbindung wirtschaftlich durch erhöhte ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Familienheimfahrten eines zur Berufsausbildung auswärts untergebrachten Kindes mindern dessen Einkünfte nicht, wenn die Eltern diese Fahrten auf eigene Kosten mit ihrem Pkw durchführen. Der Tenor dieses BFH-Urteils hat sowohl Auswirkungen auf Kindergeld und -freibeträge als auch auf den Ausbildungsfreibetrag nach § 33a Abs. 2 EStG. In einem solchen Fall liegen beim Nachwuchs keine eigenen Aufwendungen vor, sodass er auch die Entfernungspauschale nicht ansetzen kann. Nach dem Grundsatz der ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein verheiratetes Kind, das bislang bei seinen Eltern gewohnt hat, kann in deren Domizil auch nach dem Bezug einer eigenen Wohnung am Ausbildungs- oder Arbeitsort weiterhin eine eigene Wohnung haben. Das gilt nach einer Entscheidung des BFH zumindest dann, wenn es die Zimmer weiterhin nutzen kann und nicht nur gelegentlich von dort den Ausbildungs- oder Arbeitsort aufsucht. Dann kann die Entfernungspauschale auch für die weitere Strecke von der elterlichen Wohnung aus abgezogen werden. Hat ein ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Gehören mehrere Kfz zum Betriebsvermögen, ist die Ein-Prozent-Regel grundsätzlich auch dann fahrzeugbezogen und daher mehrfach anzuwenden, wenn feststeht, dass ausschließlich eine Person die verschiedenen Wagen auch privat genutzt hat. Das gilt nach einem aktuellen Urteil des BFH in Fällen, in denen der Unternehmer kein Fahrtenbuch führt und er selbst verschiedene Kfz zu Privatfahrten nutzen kann. Dieser Tenor entspricht der geänderten Verwaltungsauffassung, die für Wirtschaftsjahre ab ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Der BFH hat seine aktuelle Rechtsprechung erneut bekräftigt, wonach Erwerbsaufwand im Zusammenhang mit Einkünften aus § 17 EStG in voller Höhe abziehbar ist, wenn dem GmbH-Gesellschafter oder Aktionär keinerlei Einnahmen aufgrund seiner Beteiligung zugehen. Mit diesem Beschluss reagiert der BFH auf den Nichtanwendungserlass des BMF auf die bisherigen Urteile, wonach das Halb- und ab 2009 Teileinkünfteverfahren auch in Verlustfällen unabhängig davon anzuwenden ist, ob ...
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14.05.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Ausgabe von Dienstleistungsgutscheinen zur Einlösung im Folgejahr erlaubt weder den Ausweis einer Verbindlichkeit noch einer Rückstellung. Nach einem aktuellen Urteil des FG Niedersachsen entsteht die Verpflichtung, aufgrund des Gutscheins einen Preisabschlag zu gewähren, rechtlich wirksam erst mit der Einlösung durch den Kunden. Bis dahin handelt es sich lediglich um eine Verpflichtung, die vom Eintritt einer aufschiebenden Bedingung abhängt.
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