12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Mindestlaufzeit eines Gewinnabführungsvertrags gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 3 KStG muss fünf Wirtschaftsjahre betragen. Ein Abstellen auf fünf volle Zeitjahre würde hingegen nach einem Urteil des FG Düsseldorf zu der nicht gedeckten Rechtsfolge führen, dass bei Vertragsbeginn in einem Rumpfwirtschaftsjahr mindestens sechs Wirtschaftsjahre für die steuerliche Anerkennung einer Organschaft zugrunde gelegt werden müssten.
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ausgeschüttete oder thesaurierte Dividendenerträge aus Anteilsscheinen einer Kapitalgesellschaft an einem Wertpapier-Sondervermögen sind nach § 8 Nr. 5 GewStG dem Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzuzurechnen. Insoweit greift die Ausnahmeregelung für eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft ab 15 % nämlich nicht, sondern es zählt die allgemeine Hinzurechnung für in- und ausländische Streubesitz-dividenden. Damit klärt der BFH die bislang strittige Frage, ob § 8 Nr. 5 GewStG ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Unterstützt eine steuerbefreite Körperschaft eine andere gemeinnützige Einrichtung bei der Verwirklichung deren satzungsmäßiger Zwecke gegen Entgelt selbstständig und eigenverantwortlich, kann sie hierdurch einen Zweckbetrieb unterhalten. Das gilt nach einem Urteil des BFH, wenn sie mit der Tätigkeit zugleich auch ihre eigenen satzungsmäßigen Ziele verfolgt. Im zugrunde liegenden Fall wurden die Anteile an einer gemeinnützigen GmbH von steuerbefreiten Stiftungen gehalten. Alle ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Das BMF hat seine Anwendungserlasse aus den Jahren 2003 und 2006 zum Abzug von Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung nach § 33a Abs. 1 EStG überarbeitet und durch zwei neue Schreiben ersetzt. Das beinhaltet sowohl allgemeine Hinweise zur Berücksichtigung von Unterhalt als auch die besonderen Voraussetzungen für Aufwendungen an Personen im Ausland. Die vorstehenden Grundsätze sind ab sofort auf alle offenen Fälle anzuwenden, beim Unterhalt an Personen im EU-/EWR-Gebiet ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Gewerbesteuerbefreiung einer Kapitalgesellschaft erstreckt sich nicht auf Gewinnabführungen einer Tochter, die steuerpflichtige Dienstleistungen erbringt. In einem jetzt vom BFH entschiedenen Fall betrieb der Organträger ein gemäß § 3 Nr. 20c GewStG steuerbefreites Senioren- und Pflegeheim, während die Organgesellschaft Speisen und Getränke für die Heimbewohner zubereitete und das Heim reinigte. Die Mutter muss bei einer solchen Konstellation den an sie abgeführten Gewinn der ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Erwerbsminderungsrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen wie gesetzliche Alters- und abgekürzte Leibrenten ab 2005 dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung mit einem jährlich bis 2040 ansteigenden Prozentsatz. Aus diesem Grund kommt nach dem Urteil des FG Münster grundsätzlich keine Privilegierung als abgekürzte Leibrente in Betracht, bei der weiterhin lediglich der geringere Ertragsanteil als Einnahme erfasst wird. Denn auch die Anwartschaft auf eine ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die Verwaltung hält im Hinblick auf die neuere BFH-Rechtsprechung nicht mehr an ihrer Auffassung fest, wonach die Aufwendungen für die behindertengerechte Umrüstung eines Pkw im Weg der Verteilung auf die Nutzungsdauer des Wagens neben den Fahrtkosten als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden. Bisher können Aufwendungen für die behindertengerechte Umrüstung eines Pkw nur über die Restnutzungsdauer des Fahrzeugs abgeschrieben werden. Bayern erlaubt jetzt auch den Sofortabzug ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Aufwendungen eines Ehepaares für eine Befruchtung mit Fremdsamen sind als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig. Mit dieser Entscheidung zur sogenannten heterologen künstlichen Befruchtung tritt das Niedersächsische FG der Rechtsprechung des BFH entgegen. Der Auffassung des BFH nach sind Aufwendungen für Maßnahmen zur Fortpflanzung nur dann als außergewöhnliche Belastungen abziehbar, wenn eine homologe künstliche Befruchtung mit dem Samen des Ehemannes oder festen Partners ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Zur Berufsausbildung gehört die Teilnahme am Unterricht zur Erfüllung der Schulpflicht auch dann, wenn dieser weniger als zehn Wochenstunden umfasst. Damit widerspricht der BFH der Dienstanweisung des BZSt, wonach die tatsächliche Unterrichtszeit mindestens zehn Wochenstunden betragen muss. Entscheidend ist aber allein, ob das Kind an der entsprechenden Ausbildung teilnimmt, wie sie die jeweilige landesrechtlichen Regelungen zur Erfüllung der Schulpflicht vorsieht. Denn unter die ...
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12.07.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein Kind, das sich in Berufsausbildung befindet und Zivildienst geleistet hat, wird über die Vollendung des 25. Lebensjahres hinaus berücksichtigt. Der Verlängerungszeitraum entspricht auch dann der kompletten Dienstzeit, wenn im ersten Monat des Dienstes noch Kindergeld bezogen wurde, weil der Dienst nicht am Monatsersten begann. Damit widerspricht der BFH der Verwaltung in R 32.11 EStR. Der Gesetzeswortlaut darf nicht zulasten der Eltern eingeschränkt werden, da sich diesem Wortlaut weder ...
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