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·Fachbeitrag ·Handel über die Grenzen

Praxisfall 9: Verkauf eines GW an einen Privatkunden in der EU ‒ Transportfall differenzbesteuert

von Diplom-Finanzwirt Rüdiger Weimann, Dozent, Lehrbeauftragter und freier Gutachter in Umsatzsteuerfragen, Dortmund

| Erfahren Sie anhand eines Praxisfalls, welche Belege Sie benötigen und was Sie buchen und prüfen müssen, um einen Gebrauchtwagen (GW) an einen Privatkunden im EU-Ausland zu liefern. Und zwar für den Fall, dass Sie die Transportverantwortung tragen und die Differenzbesteuerung angewendet werden soll. Checklisten helfen Ihnen dabei, dies sofort in Ihrem Autohaus umzusetzen. Erfahren Sie zudem, wie Ihre Rechnung aussehen muss und wie Sie die Lieferung bzw. den Umsatz richtig buchen und der Finanzverwaltung melden. |

 

  • Praxisfall

Bei einem Neuwagen-Geschäft haben Sie von einem Privatkunden dessen GW mit 8.500 Euro in Zahlung genommen (vgl. Beispiele in Abschn. 25a.1 Abs. 10 und 10.5 Abs. 4 S. 6 Nr. 2 Umsatzsteuer-Anwendungserlass [UStAE]). Zunächst reparieren Sie das Fahrzeug für 500 Euro (Teile 300 Euro + Löhne 200 Euro, vgl. Abschn. 10.5 Abs. 4 Abs. 4 S. 5 Nr. 2 UStAE) und verkaufen es nach einem Monat für 10.000 Euro an einen Privatkunden im EU-Ausland. Sie sollen ihm das Fahrzeug im EU-Ausland übergeben und tragen auch die Transportverantwortung. Mit dem Transport beauftragen Sie einen deutschen Frachtführer und erhalten von diesem eine Rechnung über 250 Euro zzgl. 47,50 Euro Umsatzsteuer.

 

Wichtig | Sie tragen Transportverantwortung, wenn Sie nach dem Kaufvertrag auch den Transport des Fahrzeugs zum Kunden schulden. Wie Sie den Transport tatsächlich durchführen, ob Sie also

  • das Fahrzeug selbst zum Kunden bringen oder
  • einen Spediteur beauftragen oder
  • einen Frachtführer beauftragen,

ist ohne Bedeutung.