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Lohnsteuer

Zuschläge für Rufbereitschaft können steuerfrei sein

Erhalten Arbeitnehmer fürRufbereitbereitschaft eine Entschädigung und gibt es fürBereitschaftsdienst an Sonn-, Feiertagen sowie in der Nacht noch einenZuschlag, kann dieser Zuschlag steuerfrei sein. Das hat derBundesfinanzhof (BFH) aktuell entschieden.

Grundsätzlich gilt: Zuschläge fürtatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit sindsteuerfrei, wenn sie bestimmte Prozentsätze des„Grundlohns“ nicht übersteigen (§ 3bEinkommensteuergesetz [EStG]). Bei einer Rufbereitschaft ohnetatsächlichen Einsatz fehlt es zwar an der „tatsächlichgeleisteten“ Arbeit. Der BFH erkennt aber auch dasSich-Bereithalten mit den damit verbundenen örtlichen undverhaltensmäßigen Beschränkungen (zum Beispiel keinAlkoholgenuss) als Arbeitsleistung an. Die Zuschläge sindallerdings nur soweit steuerfrei, als sie, bezogen auf dieEntschädigung, die in § 3b EStG genannten Prozentsätzenicht überschreiten.

Beispiel

Beschäftigte einesAbschleppunternehmens erhalten für jede Stunde Rufbereitschafteine Entschädigung von 5 Euro. Fällt die Bereitschaft aufeinen Sonntag, darf der Arbeitgeber einen Zuschlag von maximal 50Prozent (§ 3b Absatz 1 Nummer 2 EStG), also 2,50 Euro steuerfreiauszahlen. Die normale Entschädigung von 5 Euro je Stunde bleibtvoll steuerpflichtiger Arbeitslohn.

(Urteil vom 27.8.2002, Az: VI R 64/96) (Abruf-Nr. 021566)

Quelle: Auto - Steuern - Recht - Ausgabe 12/2002, Seite 3

Quelle: Ausgabe 12 / 2002 | Seite 3 | ID 101090