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· Fachbeitrag · Mukosaschutz

Moderne Prothetik: Definitives Abutment in der ersten prothetischen Sitzung

| In letzter Zeit wird immer häufiger auf die Wichtigkeit der Mucosamanschette um das Implantataufbauteil für die Erfolgsprognose von Implantaten hingewiesen. Dr. Friedemann Petschelt, niedergelassener Oralchirurg in Lauf, zeigte auf dem 27. DGI-Kongress in Frankfurt/M., wie man auch bei Freiendlücken oder sogar zahnlosen Kiefern in der ersten prothetischen Sitzung individuelle CAD/CAM-gefertigte Abutments endgültig eingliedern kann und sie nicht mehr entfernen muss. |

 

Wie Petschelt erklärte, wird bei der Freilegung eine exakte Abformung von konfektionierten Abformpfosten und individualisierten Einmalabdrucklöffeln bei gleichzeitiger provisorischer Bissnahme angefertigt. Nun kann der Zahntechniker die individuell hergestellten definitiven Abutments, ein Kunststoff-Langzeitprovisorium und das endgültige Zahnersatzgerüst herstellen. In der folgenden ersten prothetischen Sitzung werden die Abutments endgültig eingebracht. Über das Gerüst wird ein Überabdruck für die Weiterarbeit im Zahnlabor genommen. Einige Wochen später wird das Langzeitprovisorium durch die endgültige Zahnprothetik ersetzt.

 

Da das Abutment nur einmal eingeschraubt und nicht mehr entfernt wird, kann sich das Weichgewebe in der gewünschten Form regenerieren. Die Ausbildung eines ansprechenden Emergenzprofils mit stabilem Weichteilverschluss ist somit gewährleistet. Die sensible Mucosabarriere, die durch das Wechseln der Aufbauteile irreversibel beschädigt wird, kann somit ungestört regenerieren. Durch das Langzeitprovisorium wird ein Knochentraining erreicht. Bei diesem Vorgehen wird eine Schwächung des Mucosakomplexes an der Durchtrittsstelle der Implantate vermieden, folgert Petschelt.

 

Quelle

  • Petschelt F. Moderne Prothetik: Definitives Abutment in der ersten prothetischen Sitzung. Ein Konzept für alle Indikationen. 27. DGI-Kongress, Frankfurt/M.
Quelle: Ausgabe 03 / 2014 | Seite 13 | ID 42516918