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  • 23.06.2009 | Materialkunde

    Dentaler Schnappschuss statt Abdruck

    Im Auftrag des Griesheimer Dentalunternehmens Hint-Els entwickelte ein Expertenteam des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena ein optisches Digitalisierungssystem, das den Mundraum scannt und über eine Kameraoptik dreidimensionale Daten der Zähne aufnimmt. Aus mehreren Datensätzen entsteht ein Gesamtbild des einzelnen Zahns. Nach einer Rundumvermessung lässt sich sogar der komplette Kieferbogen als virtuelles Computerbild darstellen.  

     

    Die Messbedingungen im engen Mundraum sind ungünstig. Um exakte Ergebnisse zu erhalten, nutzen die Wissenschaftler Streifenprojektionen, bei denen ein Projektor Lichtstreifen auf den zu vermessenden Zahnbereich wirft. Die Aufnahme einer Bildsequenz pro Messposition erfolgt in weniger als 200 Millisekunden. Aus den phasenverschobenen Bildern ermittelt die Auswertesoftware schließlich die geometrischen Konturdaten des Zahnes. Dabei liefern zwei Kameraoptiken dem Sensorchip Bildinformationen aus unterschiedlichen Messperspektiven. Nach dem Vergleich verschiedener Kamerabilder erkennt das Auswertungsprogramm Bildfehler und rechnet diese aus dem Gesamtbild heraus.  

     

    • Fraunhofer Gesellschaft: Dentaler Schnappschuss, in: Mediendienst Juni 2009

     

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