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  • 25.03.2010 | Allgemeine Zahnheilkunde

    Bruxismus, Erosionen, Parodontitis und Wurzelkaries: Das kommt auf Ihre Praxis zu

    Die Fälle von Bruxismus, Erosionen, Parodontitis und Wurzelkaries werden in den Zahnarztpraxen deutlich zunehmen, urteilen Allgemeinzahnärzte in einer IDZ-Studie. Es wurde gefragt, ob und wie die befragten Zahnärzte die Zu- bzw. Abnahme von oralen Erkrankungen wahrnehmen, das heißt, welche zahnmedizinischen Krankheitsbilder sie in ihrer Behandlungstätigkeit klinisch häufiger oder seltener sehen [1].  

     

    Diese Beobachtung markanter epidemiologischer Tendenzen aus der Praktikersicht deckt sich dabei sehr gut mit den einschlägigen oral-epidemiologischen Studien der Gegenwart. Danach steigt durch den zunehmenden Erhalt eigener Zähne auch das Erkrankungsrisiko für Parodontal-Erkrankungen und Wurzelkaries („teeth at risk“) [2]. Andererseits erhalten psychosomatische, stress-assoziierte Krankheitsbilder wie der Bruxismus bzw. kraniomandibuläre Störungsbilder durch die modernen Belastungen in Beruf und Familie (Rollenstress) einen verstärkten Nährboden [3].  

     

    Nennung der Probleme und Erkrankungen der Zahnmedizin mit zunehmender Tendenz

    Bruxismus  

    80,1 Prozent  

    Erosionen  

    59,3 Prozent  

    Parodontitis  

    57,3 Prozent  

    Wurzelkaries  

    52,1 Prozent  

    Gingivitis  

    42,2 Prozent  

    Zahnstellungs- und Bisslagefehler  

    21,0 Prozent  

    Sonstiges  

    16,6 Prozent  

    Mundschleimhaut-Erkrankungen  

    16,0 Prozent  

    Kronenkaries  

    14,4 Prozent  

    Zahnverluste  

    9,8 Prozent  

    Entsprechend der wahrgenommenen Zunahme von bestimmten oralen Erkrankungen werden andere Krankheitsbilder klinisch seltener im Praxisalltag gesehen. Das betrifft insbesondere Kronenkaries und Zahnverluste.  

     

    Nennung der Probleme und Erkrankungen der Zahnmedizin mit abnehmender Tendenz

    Zahnverluste  

    68,9 Prozent  

    Kronenkaries  

    36,0 Prozent  

    Mundschleimhauterkrankungen  

    23,6 Prozent  

    Zahnstellungs- und Bisslagefehler  

    22,9 Prozent  

    Wurzelkaries  

    19,2 Prozent  

    Gingivitis  

    17,5 Prozent  

    Erosionen  

    12,3 Prozent  

    Parodontitis  

    11,0 Prozent  

    Bruxismus  

    4,6 Prozent  

    Sonstiges  

    1,0 Prozent  

    • [1] W Micheelis et al.: Rollenverständnisse von Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland zur eigenen Berufsausübung - Ergebnisse einer bundesweiten Befragungsstudie. IDZ-Information 1/2010 vom 26. Februar 2010