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  • · Fachbeitrag · Praxisangebot

    Sich abstrampeln für die Ausdauer: Indoorcycling in der Physiopraxis

    von Physiotherapeut/Sportwissenschaftler M. A. Thomas Colshorn, Bremen

    | In Zeiten der Verkehrswende schwingen sich immer mehr Menschen aufs Fahrrad. Wem das in der dunklen Jahreszeit bei Wind, Regen und Schnee zu ungemütlich ist, kann auch einfach drinnen trainieren: Indoorcycling oder Spinning ® ist seit Jahren Trendsport und erfreut sich ungebremster Beliebtheit. Wir zeigen, wie sich das witterungsunabhängige Radfahren als Kursformat in die Physiopraxis übertragen lässt. |

    Alles begann mit einem Verkehrsunfall ...

    Das Indoorcycling ist eine vergleichsweise junge Trendsportart, die sich Anfang der 90er-Jahre in der Fitnessszene etablierte. Es lässt sich auf den südafrikanischen Radrennfahrer Jonathan Goldberg zurückführen. Dieser verlegte sein Training nach einem beinahe tödlichen Unfall im Straßenverkehr aus Sicherheitsgründen ins eigene Wohnzimmer. Goldberg entwarf sein eigenes Fahrradergometer, schraubte ein wenig an den Belastungsintensitäten und unterlegte das Training mit Musik ‒ fertig war das Indoorcycling.

     

    Heutzutage findet sich kaum ein Fitnessstudio, das nicht auch Indoorcycling oder Spinning® im Programm hat. Die Trainingseinheiten folgen dabei meist einem einheitlichen Konzept: Los geht‘s mit einem kurzen Aufwärmen, um Körper und Bike auf Betriebstemperatur zu bringen. Anschließend wird die Intensität entweder stetig nach oben geschraubt, bis dann ‒ ähnlich der Berg-Etappe bei der Tour de France ‒ am Ende noch ein Schlusssprint eingeschoben wird. Oder aber man konzentriert sich auf schweißtreibendes Intervalltraining nach dem Muster des HIIT (PP 12/2019, Seite 12 f.).