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18.12.2015 · Fachbeitrag · Systolische Herzinsuffizienz

Atemtherapie kann Prognose bei systolischer Herzinsuffizienz verschlechtern

| Eine zentrale Schlafapnoe ist eine häufige Komorbidität bei systolischer Herzinsuffizienz und kann die Prognose der Patienten weiter beeinträchtigen. Da liegt es nahe, dass die übliche Atemtherapie bei zentraler Schlafapnoe, die adaptive Servo-Ventilationstherapie (ASVT) im Schlaf über eine Atemmaske, auch bei einer gleichzeitig vorliegenden Herzinsuffizienz günstig für die Prognose sein müsste. Mitnichten: In einer internationalen Studie bei rund 1.320 Patienten mit einer Auswurffraktion ≤ 45 % und vorwiegend zentraler Schlafapnoe (Apnoe-Hypnoe-Index ≥ 15) war in der ASVT-Gruppe die Gesamtmortalität um 28 % und die kardiovaskuläre Mortalität um 34 % höher als in der Kontrollgruppe mit alleiniger medikamentöser Therapie. Beim primären kombinierten Endpunkt (Tod jeder Ursache, lebensrettende kardiovaskuläre Maßnahmen oder Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz) gab es keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Die Autoren empfehlen, die ASVT bei Herzinsuffizienzpatienten mit einer EF ≤ 45 % nicht einzusetzen. |