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  • 19.02.2015 · Article · Hypertonie

    In der Schwangerschaft ist moderate Blutdrucksenkung ausreichend

    | Schwangerschaftshypertonie geht mit einem erhöhten Risiko für Geburtskomplikationen einher. Eine aggressive Blutdrucksenkung ist aber nach neuen Daten nicht erforderlich, zumindest nicht bei milder Hypertonie (diastolisch 90 – 105 mmHg bzw. 85 – 105 mmHg unter antihypertensiver Therapie). Das ist das Ergebnis einer Multicenterstudie bei knapp 1.000 Schwangeren, bei denen in der 14. bis 33. Schwangerschaftswoche eine milde Hypertonie gemessen wurde. Drei Viertel der Teilnehmerinnen hatten schon vor der Schwangerschaft erhöhte Blutdruckwerte, knapp 60 % wurden antihypertensiv behandelt. Die Frauen wurden randomisiert auf einen diastolischen Zielblutdruck von 100 mmHg oder von 85 mmHg eingestellt. Auf die Rate von Schwangerschafts- bzw. mütterlichen Komplikationen hatte die unterschiedliche antihypertensive Strategie jedoch keinen signifikanten Einfluss, obwohl die Blutdruckkontrolle bei weniger aggressiver Blutdrucksenkung wie zu erwarten schlechter war. Die diastolischen Werte waren um fast 5 mmHg höher als in der Vergleichsgruppe und mehr als 40 % (versus 28 %) der Frauen dieser Gruppe entwickelten eine schwere Hypertonie (≥ 160/110 mmHg). Insgesamt waren jedoch Schwangerschaftskomplikationen wie notwendige Intensivbetreuung der Neugeborenen ≥ zwei Tage in beiden Gruppen mit einem Anteil > 30 % häufig. |