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  • · Fachbeitrag · Künstliche Intelligenz

    Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT & Copilot in der erbrechtlichen Praxis

    von RA Norbert Monschau, FA MuWR u. FA Familienrecht, Anwaltkooperation Schneider | Monschau, Erftstadt, Neunkirchen-Seelscheid, Köln

    | Die Begriffe Künstliche Intelligenz (KI), Legal Tech und Smart Contracts begegnen uns fast täglich. Die technische Entwicklung ist rasant. Es steht außer Frage, dass KI auch juristisches Arbeiten erheblich beeinflussen wird bzw. schon beeinflusst. Obwohl KI noch in den „Kinderschuhen“ steckt, kann sie schon jetzt dazu beitragen, zeitraubende und sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren und somit den Kanzleialltag effizienter zu gestalten. Wie KI in erbrechtlich ausgerichteten kleinen und mittelständischen Kanzleien effektiv angewandt werden kann, beleuchtet dieser Beitrag. |

    1. Was ist KI?

    KI, auch bekannt als Artificial Intelligence (AI), umfasst Technologien, die es Computern und Maschinen ermöglichen, Aufgaben zu erledigen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern würden. Sie beinhaltet eine klare, logische Struktur, die grammatisch einwandfrei ist. Die Sprache ist objektiv, sachlich, vorurteilsfrei und emotionslos. Zudem werden Formatierungsregeln und Zitierungen beachtet. Machine Learning (ML), Natural Language Processing (NLP) und Deep Learning (DL) sind Beispiele für verschiedene Teilbereiche der künstlichen Intelligenz. Diese Systeme basieren in der Regel auf Algorithmen und Modellen, die Datenmuster erkennen und Entscheidungen treffen können. KI-Technologien werden bereits in vielen Branchen eingesetzt und sind auch im Alltag weit verbreitet, z. B. Gesichtserkennungen an Smartphones, Sprachassistenten oder Fahrzeugassistenzsysteme.

    2. Für den Erbrechtler interessant: ChatGPT und Copilot

    Derzeit sind die Chatbots „ChatGPT“ und der Microsoft „Copilot“, bis vor kurzem noch bekannt als Bing Chat, für den Einsatz in der Kanzlei interessant. Das Sprachmodell ChatGPT wurde von OpenAI entwickelt und trainiert, um natürliche Sprache zu verstehen und menschenähnliche Konversationen zu führen. ChatGPT basiert auf den Modellen GPT-3 bzw. GPT-4 und verwendet Deep-Learning-Algorithmen, um auf viele Themen sachlich zu antworten und Antworten zu generieren, die menschlichen Antworten ähneln. Mit ChatGPT können Texte erstellt und bearbeitet werden. Das KI-Tool kann juristische Texte objektiv, verständlich und logisch strukturiert umformulieren, ohne subjektive Bewertungen zu beinhalten. Die Struktur des Textes entspricht der üblichen akademischen Gliederung und berücksichtigt Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung.