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· Wechselwirkungen

Im Fokus: Allgemeinerkrankungen und Zahngesundheit

Bild: ©ustas - stock.adobe.com

von Dr. Doortje Cramer-Scharnagl, Edewecht

| Jeder Mensch hat in seiner Mundhöhle eine ganz individuelle Zusammensetzung aus Hunderten von Bakterienarten, Pilzen und Einzellern ‒ rund 10 8 bis 10 10 Mikroorganismen pro Milliliter. Immer mehr aktuelle Untersuchungen zeigen, wie wichtig diese Besiedelung der Mundhöhle für unsere Gesundheit ist. Ungleichgewichte können Krankheiten auslösen. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Wechselwirkungen von Zahngesundheit und Allgemeinerkrankungen. Solche Kenntnisse helfen Ihnen bei der Beratung von Patienten. |

Entzündungsbakterien können sich ausbreiten

Mangelnde Mundhygiene ist bekanntlich die Hauptursache für Parodontitis und Gingivitis. Dabei kommt es zunächst zu einer entzündlichen Abwehrreaktion des Zahnfleischs. Bei längerem Krankheitsverlauf wird Kieferknochengewebe abgebaut. Zusätzliche Probleme treten oft auf, wenn sich Plaque-Bakterien und die von ihnen produzierten Gifte im Körper ausbreiten.

 

Auch andere Keime können im Körper „wandern“. Das geschieht manchmal schon bei der alltäglichen Zahnreinigung oder beim normalen Kauen. Menschen mit Parodontitis leiden nachweislich häufiger als Gesunde unter sogenannten Bakteriämien (Bakterien im Blut). Selbst in die Lunge dringen manche Erreger vor ‒ einfach über die Atmung. So können Keime aus der Mundhöhle Probleme in ganz „abgelegenen Regionen“ verursachen.