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· Fachbeitrag · Häufig gestellte Patientenfragen

Piercing im Mundbereich: Welche Auswirkungen auf die Mundgesundheit sind zu erwarten?

von Angelika Schreiber, Hockenheim

| Piercings sind von den Ureinwohnern Amerikas, Asiens und Afrikas bekannt. In diesen Kulturen sind sie religiös, spirituell oder traditionell begründet. Im westlichen Europa hat sich das Piercing als Körperschmuck unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig vom Sozialstatus als modischer Trend etabliert. Neben Piercings an Augenbrauen, Nase, Ohren oder im Intimbereich werden häufig Piercings im Mundbereich gestochen. Manchmal fragen junge Patienten den Zahnarzt nach seinem fachlichen Rat. |

 

Das Piercen - eine rechtliche Grauzone?

In der Regel wird der Eingriff nicht in einer Arzt- oder Zahnarztpraxis vorgenommen, sondern im Piercing- oder Body-Art-Studio. Rechtlich gesehen handelt es sich beim Piercen um Körperverletzung, daher ist eine schriftliche Einwilligung vor dem Eingriff erforderlich. Wer Piercings vornehmen darf und wer nicht, ist allerdings nicht klar definiert.

 

Auf mögliche Gefahren hinweisen

Fragende Patienten sollten unbedingt auf die Gefahren hingewiesen werden. Sterile Verhältnisse während des Eingriffs und eine sorgfältige Hygiene sind unerlässlich, um Infektionen zu vermeiden. Beim Zungen- und Lippen-Piercing können Nerven verletzt werden. Schlimmstenfalls kann eine dauerhafte Schädigung eintreten. Während Kau- oder Sprechstörungen häufig schnell verschwinden, können Entzündungen möglicherweise zu Narbenbildung führen.