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07.06.2010 | Praxishygiene

Aufbereitung zahnärztlicher Übertragungsinstrumente: So machen Sie es richtig!

Nichts wird so kontrovers diskutiert und gehandhabt wie die Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten (Turbinen, Hand- und Winkelstücke sowie ZEG-Arbeitsteile). Deshalb hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) den Arbeitskreis Dentalinstrumente (AKDI) ins Leben gerufen. Er setzt sich zusammen aus Vertretern der BZÄK, der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), des Deutschen Arbeitskreises für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ), der Hersteller - wie zum Beispiel Sirona, KaVo, W & H, Dürr, Nitram und Alpro - und der Wissenschaft. Der Arbeitskreis hat im Januar 2010 ein Statement verfasst, das Lösungsmöglichkeiten bietet, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) geforderten Anforderungen an die Hygiene in der Zahnarztpraxis umzusetzen.  

Statement, Richtlinien und Studie zur Aufbereitung

Das Statement des AKDI finden Sie im Online-Service auf www.iww.de (in „myIWW“ einloggen) in der Rubrik „Arbeitshilfen“. Diese Rubrik enthält auch die bei der Aufbereitung immer zu beachtenden RKI-Richtlinien. Hier ist insbesondere der Punkt 4.1 für die Übertragungsinstrumente von Bedeutung. Außerdem können Sie eine Studie der ZÄK Westfalen-Lippe abrufen, die kontrovers diskutiert und zur Zeit von einem unabhängigen Institut überprüft wird.  

Die einzelnen Schritte der Aufbereitung

Grundsätzlich sind Übertragungsinstrumente nach jedem Patienten und jeder Behandlung mikrobiell kontaminiert. Eine äußere und innere Aufbereitung ist daher unerlässlich. Trotz technischer Sicherheitsvorkehrungen ist eine Innenkontamination der Mikromotoren und Turbinenkupplungen nicht zu vermeiden. Bei fehlender oder unwirksamer Wasserentkeimung in der Behandlungseinheit ist auch mit einer geräteseitigen mikrobiellen Kontamination in den Spraywasserkanälen der Übertragungsinstrumente zu rechnen. Bei knochenchirurgischen Maßnahmen ist daher die Anwendung spezieller sterilisierbarer Motoren und Übertragungsinstrumente mit steriler Kühlmediumzufuhr angezeigt. Wichtig ist bei allen Arbeitsschritten, sich stringent an die Herstellerangaben zu halten.  

 

1. Reinigung

Bei der manuellen Innenreinigung sind geeignete und nicht proteinfixierende Reinigungsmittel zu benutzen. Hier muss die Desinfektion in einem weiteren Arbeitsschritt erfolgen. Bei der maschinellen Reinigung in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) müssen ein nicht proteinfixierendes Reinigungsmittel und die entsprechende Temperatur gewählt werden. Hier erfolgt die Reinigung des Übertragungsinstruments in einem Schritt mit der Desinfektion. Für beide Verfahren sind spezielle Adapter zu verwenden, die eine Reinigung der Wasser- und Luftkanäle sowie der Treibluft- und Rückluftkanäle gewährleisten. Diese Adapter werden von den Herstellern der Reinigungsmittel - zum Beispiel Sirona, KaVo oder W & H - angeboten.  

 

2. Desinfektion und Pflege