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01.02.2006 | Mitarbeiterkommunikation

Mobbing – was ist das, wie kann man es erkennen, was kann man dagegen tun?

Mobbing ist ein Thema, das oft verdrängt wird. Die Ursachen sind aber im normalen täglichen Miteinander zu suchen. Manche Führungskräfte, aber auch Kolleginnen und Kollegen, ahnen dabei nicht einmal, dass sie selbst zum „Mobber“ werden. Führungskräfte liefern arglos „Waffen und Munition“ und Mitarbeiter(innen) tolerieren oft genug das Geschehen dadurch, dass sie wegsehen.  

Was ist „Mobbing“?

Der Begriff stammt aus dem englischen. „To mob“ und heißt so viel wie„anpöbeln, über jemanden herfallen“. Davon spricht man allerdings erst, wenn die Angriffe systematisch und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Es gilt die Faustregel: Mobbing ist, wenn der Betroffene mindestens einmal in der Woche und mindestens ein halbes Jahr lang attackiert wird. Diese – zugegeben theoretische – Abgrenzung zu normalen Konflikten und Reibereien zeigt sich in der Realität der zwischenmenschlichen Beziehungen allerdings weniger klar. Zur Verdeutlichung daher nachfolgend ein Beispiel:  

 

Beispiel aus der Praxis

Die Ertragssituation einer etablierten Zahnarztpraxis (zwei Zahnärzte und fünf Mitarbeiterinnen) verschlechterte sich seit etwa zwei Jahren kontinuierlich. Zwei bewährte Mitarbeiterinnen verließen die Praxis mit wenig glaubhaften Begründungen. Fehler schlichen sich ein, Unstimmigkeiten im Praxisteam traten immer deutlicher zutage. Aber erst als sogar Patienten dem Praxisinhaber signalisierten, dass bestimmte Mitarbeiterinnen offen übereinander herziehen würden, begann er den Ursachen auf den Grund zu gehen. Es stellte sich heraus, dass zwei Mitarbeiterinnen schon seit einigen Jahren eine Art Kleinkrieg führten.  

Auslöser für das Mobbing war ein persönlicher Konflikt zwischen zwei konkurrierenden Mitarbeiterinnen in Verbindung mit einem Arbeitsklima, das einerseits den Aufbau und die Eskalation des Konfliktes förderte und andererseits dessen Bewältigung hinderte. Stress durch Überbelastung und die schlechte Organisation machten die Stimmung in dieser Praxis so gereizt und gefährlich. Das zeigte sich  

 

  • durch Zeitdruck und Überforderung, wodurch Aggressionen erzeugt wurden,
  • durch missverstandenen oder fehlgeleiteten Leistungsdruck und damit auch
  • durch Konkurrenzdruck.

Mobbinganzeichen

Der Zahnarzt hätte viel Ärger vermeiden können, wenn er die Antworten auf folgende Fragen gewusst hätte: