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08.07.2011 | Erfahrungsbericht

Glück im Unglück: Auch der dauerhafte Ausfall einer Kollegin bietet Chancen

Ich arbeite in einer Praxis mit einem Behandler, einer Zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin (ZMP) in Teilzeit, einer ganztags tätigen, langjährig erfahrenen Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) sowie zwei Auszubildenden und bin in Teilzeit für den Bereich Verwaltung zuständig. Seit Anfang Dezember ist die ZFA wegen eines Unfalls arbeitsunfähig und wird wohl auch noch für mehrere Monate ausfallen. Nachfolgend möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesem halben Jahr an Sie weitergeben.  

Die Neuorganisation nach dem Schock

In einer Teambesprechung haben wir beschlossen, den Ausfall der Kollegin untereinander zu kompensieren, um eine Neueinstellung zu vermeiden. Die ZMP erklärte sich - genau wie ich - bereit, ganztags zu arbeiten, um den Arbeitsanfall zu bewältigen.  

Die unterschiedlichen Reaktionen der Auszubildenden

Wie in allen Praxen gibt es im Dezember einen Ansturm der Patienten auf den begehrten Stempel für das Bonusheft. Zu dieser Zeit ereignete sich der Unfall und somit der Ausfall der Kollegin. Teilweise mussten 60 Patienten am Tag mit diesem kleinen Team versorgt werden. An einigen Tagen war ich mit der Azubi im ersten Lehrjahr allein in der Praxis.  

 

Oft „verstecken“ sich die Azubis am Anfang ihrer Ausbildung und schauen mehr oder weniger interessiert den Kolleginnen zu. Unsere Azubi musste drei Monate nach Beginn ihrer Ausbildung 01-Befunde aufnehmen und absaugen sowie ganz schnell komplette Hygiene- und Arbeitsabläufe lernen. Das hat sie total überfordert. Sie hat sich in ihr „Schneckenhaus“ zurückgezogen. Manchmal nutzen die ganz frischen Azubis die Situation, sich zu profilieren, in meinem persönlichen Fall leider nicht.