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· Fachbeitrag · MFA-Ausbildung

MFA-Prüfung 2015: Oft entscheiden Kleinigkeiten

von Monika Pohlkamp, MFA und Qualitätsmanagerin, Sendenhorst,Mitglied im Prüfungsausschuss der Ärztekammer Westfalen-Lippe

| Wenn junge MFA ihren Abschluss machen, sammle ich Jahr für Jahr unterschiedliche Erfahrungen: Viele Kandidaten haben sich wirklich sehr gut vorbereitet. Und doch passiert es oft, dass Prüflinge wegen Kleinigkeiten schnell um eine Note abrutschen, was eigentlich nicht sein müsste. |

 

Bei der Auswahl des Prüfungsfalls Zeit lassen!

Oft entscheidet der gewählte Prüfungsfall über die Note. Zur Auswahl stehen ein präventiver Fall oder ein Laborfall. Zu beiden Fallgruppen zieht der Prüfling je eine Karte aus einem Stapel und entscheidet dann, zu welchem Fall er geprüft werden möchte. Viele Prüflinge lassen sich bei der Auswahl nicht genug Zeit und entscheiden sich aus Nervosität für einen Fall, der ihnen weniger liegt. Mein Rat an alle zukünftigen Prüflinge: Lassen Sie sich Zeit und überlegen Sie in Ruhe, zu welchem Fall Sie was präsentieren müssen und können.

 

Mängel beim Hygienestandard

Beim Hygienestandard fallen einige Prüflinge durch große Mängel auf: Sie beachten zum Beispiel die Händedesinfektion wenig bis gar nicht. Dabei ist die Hygiene ein zentrales Prüfungskriterium, auf dessen Einhaltung ich als Arbeitnehmervertreterin und Hygienebeauftragte großen Wert lege. Ich frage mich oft, inwieweit die Ausbildungspraxen die Hygienestandards richtig vorleben.

 

Hintergrundwissen: Azubis frühzeitig in Behandlungsabläufe einbeziehen

Vielen Prüflingen sind selbst einfache und häufig vorkommende Untersuchungen nicht klar. Sie wissen nicht, warum sie durchgeführt werden und welche Grunderkrankungen dahinter stecken. Ich wünsche mir sehr, dass die erfahrenen MFA und auch die Praxisinhaber die Azubis frühzeitig auch in Behandlungsabläufe und Informationen zu Krankheitsbildern mit einbeziehen. Denn unser Beruf verlangt mehr als nur Überweisungen ausdrucken zu können.

 

Verantwortung der Ausbilder

Von den Ausbildern wünsche ich mir, dass sie sich für die Azubis ausreichend Zeit nehmen. Wenn sie deren Berichtshefte regelmäßig aufmerksam lesen, kennen sie ihren aktuellen Wissensstand und können bei Schwächen rechtzeitig helfen (siehe PPA 12/2014, Seite 13). Nur so haben wir auch in Zukunft kompetente MFA in den Praxen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Berufsleben und viel Freude an Ihrem Beruf!

 

  • Neu ab September: IWW-Prüfungs-App für MFA

Das IWW bietet ab Mitte September 2015 eine neue Prüfungs-App für MFA an. Sie enthält 500 Fragen für die Abschlussprüfung und die wichtigsten Ausbildungsinhalte aus dem 1. bis 3. Lehrjahr. Die App ist ab Mitte September 2015 für Android und iOS bei play.google.com und itunes.apple.com erhältlich (Suchbegriff: „Abschlussprüfung MFA“.

 
Quelle: Ausgabe 09 / 2015 | Seite 12 | ID 43552096