· Fachbeitrag · Telefonanlage
Sicherheit Ihres VoIP-Telefons: Das sollten Sie beachten
von Nadahl Shocair, CEO SNOM Technology AG, www.snom.com/de
| Für 2018 hat die Deutsche Telekom angekündigt, ihre Telefonleitungen von ISDN auf Voice-over-IP (VoIP) umzustellen. Sämtliche Telefondaten werden von da an über das Internet übertragen. Zahlreiche Kunden fragen sich schon jetzt, wie sicher diese Art von Telefonie wirklich ist. Auch für Arztpraxen besteht die Gefahr von Datenverlusten durch Hacker-Angriffe oder Spionage-Software. Welche möglichen Angriffe es gibt und worauf Sie bei der Wahl des Telefonanbieters achten sollten fasst PPA zusammen. |
Mögliche Angriffe
Gerade in Arztpraxen werden täglich vertrauliche Informationen auch telefonisch kommuniziert. Da IP-Telefonanlagen software- und internetbasiert sind und entweder beim Kunden auf einem Server oder in einem externen Rechenzentrum als sogenannte Cloud installiert werden, besteht die Gefahr von Datenverlusten durch Hacker-Attacken oder Spionagesoftware. Es gibt verschiedene Arten von Angriffen auf ein IP-Telefonsystem.
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Wählen Sie einen Anbieter mit hohem Sicherheitsstandard
Die Sicherheitseinstellungen und Maßnahmen, um die Telefonie über das Internet so sicher wie möglich zu machen variieren von Anbieter zu Anbieter. Ihr Dienstleister sollte einen klaren Fokus auf Geschäftskundenlösungen (B2B) haben. In Hinblick auf die Privatsphäre und den Betriebsdatenschutz sollten Sie auf einen Hauptsitz in Deutschland achten. Gleiches gilt für den Standort der Rechenzentren, in denen diese Kommunikationslösung betrieben wird. Darüber hinaus sollte der Anbieter bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen.
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Wichtig | Lassen Sie sich nicht von der oft genannten „99-Prozent-Verfügbarkeit“ der Anbieter täuschen. Im Ernstfall müssen Sie als Vertragspartner eine Ausfallzeit der telefonischen Erreichbarkeit von bis zu drei Tagen, 15 Stunden und ca. 40 Minuten im Jahr hinnehmen. Für Geschäftstelefonie sollte Ihnen der Anbieter mindestens 99,9 Prozent Erreichbarkeit zusichern. Dies wären immer noch etwa 8 Stunden und 45 Minuten im Jahr, also bis zu 44 Minuten pro Monat.