· Fachbeitrag · Desinfektionsmethoden
Flächendesinfektion - Wischen oder Sprühen?
von Marion Werner-Pfadenhauer, Castrop-Rauxel, www.coaching-schmiedel.de
| Flächen und Geräte werden während der Behandlung kontaminiert und müssen nach jeder Behandlung desinfiziert werden. Als kontaminiert betrachtet man alle Flächen in einem Radius von einem Meter ausgehend vom Arbeitsfeld. Immer wieder aber wird in der Praxis diskutiert, ob die Desinfektion der Oberflächen durch Wischen oder Sprühen erfolgen soll. |
Sprüh- und Wischdesinfektion im Vergleich
Vor allem wegen der leichten Handhabung ist die Sprühdesinfektion sehr beliebt. Allerdings hat sie mehrere Nachteile: Beim Umgang mit Sprühdesinfektionsmitteln besteht die Gefahr von Haut- und Atemwegserkrankungen, toxischen Reizungen oder Verätzungen. Viele dieser Mittel enthalten Alkohol und/oder Formaldehyd, das leicht über die Haut aufgenommen werden und Krebs erzeugen kann. Sprühen führt zu erhöhter Konzentration dieser Stoffe in der Luft und damit zu Gesundheits-, Brand- und Explosionsgefahr. Die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts favorisieren daher die Wischdesinfektion.
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Methode | Vorteile | Nachteile |
Sprühen |
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Wischen |
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Hygiene und persönliche Schutzmaßnahmen
Tücher, die zur Desinfektion benutzt werden, müssen desinfizierend sowie getrennt von anderen Textilien gewaschen werden und sind arbeitstäglich auszuwechseln. Hygienisch unbedenklich hingegen sind Einmalhandtücher, die ohnehin in der Praxis vorhanden sein sollten.
Unabhängig davon, welche Methode Sie anwenden, achten Sie beim Umgang mit Desinfektionsmitteln bitte auf die entsprechenden Schutzmaßnahmen laut Betriebsanweisung gemäß § 14 GefStoffV. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie bei Desinfektionsmaßnahmen immer die persönliche Schutzausrüstung anlegen: Schutzbrille, Mund- und Nasenschutz sowie Handschuhe.
PRAXISHINWEIS | Wer nicht auf die Sprühflasche verzichten will, sollte die Desinfektionslösung direkt in ein Einmaltuch sprühen und dann damit wischen. |