· Fachbeitrag · Stomach bug
English for doctor’s assistants - Part 10
von Yvonne Schuck, Medienbüro Medizin (MbMed), Hamburg
| Wenn Patienten mit blassem Gesicht und dunklen Ringen unter den Augen in der Arztpraxis stehen, aber kein Wort heraus bringen, liegt das vielleicht daran, dass ihnen die passenden Worte fehlen. Manche Erkrankungen, wie etwa Magen-Darm-Infekte, gehören ja nicht unbedingt zu den klassischen Smalltalk-Themen. Damit die MFA englischsprachigen Patienten in dieser Situation weiterhelfen kann, stellt PPA im aktuellen Teil der Englisch-Serie die wichtigsten Vokabeln zum Thema Magen-Darm-Erkrankungen vor. |
Wenn die Toilette zum besten Freund wird
Ein Patient steht vor Ihnen, überlegt angestrengt, doch trotz intensiven Nachdenkens fallen ihm einfach die deutschen Worte für seine Beschwerden nicht ein. Also versucht er es auf Englisch: „My stomach is causing me trouble.“ - „Mein Magen macht mir Probleme.“ Sie fragen nach, ob er sich übergeben musste: „Did you have to throw up?“ Der Patient beschreibt, wie seine Beschwerden angefangen haben: „First I felt nauseous, then the stomach cramps started and I had to vomit.“ - „Zuerst war mir übel, dann fingen die Magenkrämpfe an und ich musste mich übergeben.“ Mit der Frage „Do you also have diarrhea?“, erkundigen Sie sich, ob er auch Durchfall hat.
Er bejaht und Sie teilen ihm mit, dass er sich wahrscheinlich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hat („You’ve probably caught a stomach bug.“). Beruhigen Sie ihn. Er muss sich keine Sorgen machen, denn in der Regel dauert die Erkrankung nur wenige Tage („You don’t have to worry, usually it only lasts for a few days.“). Gehen Sie auf Nummer sicher und fragen Sie, ob er in letzter Zeit in den Tropen war: „Have you been to the tropics recently?“
Hygiene schützt vor Infektionen
„How do you get a gastro-intestinal infection?“ Der Patient möchte erfahren, wie man sich anstecken kann. Sie erklären ihm, dass Magen-Darm-Erkrankungen durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden können („Gastro-intestinal infections can be caused by viruses and bacteria.”). Sie können durch die Luft übertragen werden, wenn jemand niest oder hustet („They can be transmitted through the air, if someone sneezes or coughs.“).
Keime können aber auch durch Schmierinfektion übertragen werden. Kranke waschen sich nicht die Hände, berühren zum Beispiel ein Geländer und hinterlassen Krankheitserreger. Von dort verteilen sie sich auf andere Menschen und machen sie krank: „Germs are also transmitted by smear infections. Sick people don’t wash their hands, touch, for example, a handrail and leave pathogens. From there they spread to other people and make them ill.”
Nachdem ihm die Übertragungswege klar sind, macht sich Ihr Patient Sorgen um seine Familie: „Oh dear, I don’t want my whole family to get ill, too. What can I do to protect them?” - „Oh je, ich will nicht, dass meine ganze Familie auch krank wird. Was kann ich tun, um sie zu schützen?” Sie empfehlen dem Patienten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und in den nächsten Tagen auf engen Körperkontakt zu verzichten: „You should wash your hands regularly and you should avoid close physical contact in the next few days.“
Viel trinken: Der Körper braucht Flüssigkeit
Für den Patienten ist es wichtig, ausreichend zu trinken: „By the way, do you drink enough yourself? Dehydration can lead to severe complications, in the worst case it can cause kidney failure.“ („Übrigens, trinken Sie auch genug? Austrocknung kann zu ernsthaften Komplikationen führen, schlimmstenfalls führt das sogar zu Nierenversagen.”)
PRAXISHINWEIS | „Wenn sich Ihre Kinder anstecken, ist es ganz besonders wichtig, dass sie viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.“ - „If your children get infected, it is particularly important that they drink a lot to compensate for the loss of fluids.“ |
Das ist ihm bekannt, er hat aber das Problem, dass er nichts bei sich behalten kann: „I know I should drink more but I can’t keep anything down. And I have hardly eaten anything in two days. I’ve really lost my appetite.” - „Ich weiß, ich sollte mehr trinken, aber ich kann nichts bei mir behalten. Und ich hab in den letzten zwei Tagen kaum etwas gegessen. Ich habe wirklich keinen Appetit.“ Was das Essen angeht, können Sie ihn beruhigen. So schnell verhungert man nicht: „Es macht nichts, wenn Sie ein paar Tage wenig essen, aber Trinken ist sehr wichtig. Versuchen Sie geringe Mengen schlückchenweise zu trinken und tun Sie das mehrmals am Tag.“ - „It doesn’t matter if you eat only a little for a few days. But drinking is very important. Try drinking small amounts in short sips and do this several times a day.“
Zum Abschluss empfehlen Sie ihm noch warme Gemüsebrühe. Sie versorgt den Körper mit Flüssigkeit, wichtigen Salzen und Mineralstoffen: „I also recommend warm vegetable stock. It supplies your body with fluids, vital salts and mineral nutrients.”
Mit all diesen Informationen versorgt, fühlt sich der Patient bestimmt bald wieder besser. Wenn er die Praxis verlässt, können Sie ihn noch mit einem freundlichen “Get well soon!” verabschieden. Das heißt „Gute Besserung!“.
Weiterführende Hinweise
- Was kann sich hinter Bauchschmerzen verbergen? (PPA - Nr. 9 / 2011, S. 18)
- Verdauungsprobleme - was tun? (PPA - Nr. 8/2011, S. 13)
- Hygiene in der Arztpraxis - Grundlagen der Reinigung und Desinfektion (PPA - Nr. 7/2008, S. 12)
- Hygienemängel können weitreichende Konsequenzen haben (PPA - Nr. 10/2008, S. 13)