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· Fachbeitrag · Cold

English for doctor’s assistants - Part 7

von Yvonne Schuck, Medienbüro Medizin (MbMed), Hamburg

| Die Nase ist verstopft, der Kopf dröhnt und jedes gesprochene Wort könnte einen neuen Hustenanfall provozieren. Die klassischen Erkältungssymptome machen jedes Gespräch zu einer Herausforderung. Besonders schwierig wird es dann für die englischsprachigen Patienten. Sie bemühen sich, trotz Heiserkeit und Halsschmerzen ihre Beschwerden zu beschreiben, aber es fehlen ihnen einfach die passenden deutschen Worte. PPA gibt Medizinischen Fachangestellten englische Begriffe an die Hand, um die Kommunikation mit fremdsprachigen Patienten zu erleichtern, im aktuellen Teil der Serie zum Thema „Erkältung“. |

Winterzeit - Erkältungszeit

Ihren deutschen Patienten sagen Sie vielleicht: „Eine Erkältung dauert mit Behandlung sieben Tage, ohne Behandlung eine Woche.“ Für Ihre englischsprachigen Patienten könnte das so klingen: „A cold lasts seven days with treatment, without it lasts about a week.“ Das allein hilft Patienten, die mit roter Nase vor Ihnen stehen, für den Moment nicht weiter. Aber bestimmt haben Sie hilfreiche Tipps, wie sie die Erkältungssymptome lindern und sich bald wieder besser fühlen können. Mit den passenden Vokabeln können sich auch Ihre englischsprachigen Patienten über diese Hilfe freuen.

Einfache Erkältung oder wirklich die Grippe?

„I think I have the flu“ - „Ich denke, ich habe die Grippe“, erklärt Ihnen ein Patient mit heiserer Stimme. Als Sie ihn bitten seine Symptome zu beschreiben („Would you describe your symptoms for me, please?"“) und ihn fragen wie lange er schon krank ist („How long have you been ill?“) erzählt er, dass vor einigen Tagen alles mit Halsschmerzen begann: „A few days ago, it all began with a sore throat.“ Dann fing die Nase an zu laufen und schließlich bekam er auch Husten und Kopfschmerzen: „Then my nose started running and finally I also got a cough and a headache.”

 

Auf Ihre Frage, ob er Fieber habe („Do you have a fever?“) antwortet er, seine Temperatur liege bei knapp über einhundert Grad, sei also nur leicht erhöht: „My temperature just above one hundred degrees, so it is only slightly raised.“ Im ersten Moment wirkt diese Antwort etwas verwirrend. In vielen englischsprachigen Ländern wird die Körpertemperatur jedoch nicht in Grad Celsius, sondern Grad Fahrenheit (°F) gemessen. Eine normale Körpertemperatur von 36 bis 37 Grad Celsius entspricht etwa 96 bis 98 Grad Fahrenheit. Etwas über einhundert ist wirklich nur eine leicht erhöhte Temperatur von ungefähr 38 Grad Celsius.

 

So wie der Patient seine Beschwerden beschreibt, hat er wahrscheinlich keine Grippe, sondern nur eine Erkältung: „The way you describe your symptoms, you probably don’t have the flu, just a cold.“ Als der Patient Sie etwas unsicher anschaut, erklären Sie ihm den Unterschied: Eine Erkältung ist unangenehm aber in der Regel harmlos und dauert nur etwa eine Woche. Eine Grippe (Influenza) beginnt meist schlagartig mit hohem Fieber, Schüttelfrost und starken Muskel- und Gliederschmerzen. Die Beschwerden sind stärker und halten länger an. Auf Englisch: „A cold is uncomfortable but usually harmless and only lasts for about a week. Influenza starts suddenly with a high temperature, shivering and strong pain in your muscles and limbs. The symptoms are more severe and last longer.”

Symptome lindern: Medikamente und alte Hausmittel helfen

„Will the doctor prescribe antibiotics against my cold?“, fragt der Patient. Er möchte wissen, ob der Arzt ihm Antibiotika gegen die Erkältung verschreiben wird. Sie erklären ihm, dass Antibiotika ihm nicht helfen würden. Sie wirken nur gegen Bakterien, Erkältungen werden aber meist von Viren verursacht: „Antibiotics wouldn’t help you. They have an effect on bacteria, but colds are usually caused by viruses.” Auch die echte Grippe wird durch Viren verursacht, aber er kann sich impfen lassen, wenn er wieder gesund ist: „Actual influenza is caused by viruses as well, but you can get a vaccination once you’ve recovered.“

 

„If antibiotics won’t help me, what other treatments are available? I feel really awful.” Der Patient fragt: „Wenn Antibiotika nicht gegen die Erkältung helfen, welche anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Ich fühle mich wirklich schlecht.“ Sie empfehlen rezeptfreie Medikamente (over-the-counter drugs) aus der Apotheke, um die Beschwerden zu lindern: Zum Beispiel Hustensaft (cough juice), Schmerztabletten (pain killers) oder Lutschtabletten gegen Halsschmerzen (lozenges).

 

„What do you think about household remedies? My grandma used to make me chicken noodle soup when I was ill as a child.” Der Patient erkundigt sich, was Sie von Hausmitteln halten. Seine Großmutter habe ihm als Kind immer Hühnernudelsuppe gemacht, wenn er krank war. Sie antworten: „A bowl of chicken noodle soup or a cup of tea with honey are very good for you. They supply the body with fluids and nutrients.“ -„Ein Teller Hühnernudelsuppe oder eine Tasse Tee mit Honig sind sehr gut für Sie. Sie versorgen den Körper mit Flüssigkeit und Nährstoffen.“ Außerdem tut es Kranken immer gut, wenn sich jemand um sie kümmert. Im Englischen bezeichnet man diese Fürsorge als „TLC“. Das steht für „tender loving care“ und bedeutet so viel wie „liebevolle Pflege“.

 

Übrigens, Sie können auch Ihren englischsprachigen Patienten beim Niesen „Gesundheit“ wünschen. Übersetzen ist nicht nötig, denn der deutsche Begriff wird auch im Englischen verwendet.

 

Weiterführende Hinweise

Quelle: Ausgabe 01 / 2012 | Seite 15 | ID 30423470