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· Fachbeitrag · Psychischer Stress

Schon leichte seelische Probleme können Leben verkürzen

| Seelische Nöte gefährden die Gesundheit weit stärker als bisher bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Übersichtsstudie. Forscher aus dem schottischen Perth analysierten hierfür zehn Studien mit insgesamt über 68.000 Teilnehmern, die zu Beginn jeweils weitgehend gesund waren. Im Laufe der folgenden acht Jahre starben rund 8.400 Teilnehmer. |

 

Die Analyse der Daten zeigt, dass schon mäßig ausgeprägte seelische Probleme, die noch keiner Krankheit entsprechen, mit einem erhöhten Sterberisiko einhergingen. Und die Gefahr stieg mit zunehmender psychischer Last: Unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen, Alter, Geschlecht, Alkohol- und Tabakgenuss der Studienteilnehmer steigerte bereits eine mäßige Belastung das Sterberisiko um etwa 20 Prozent. Die Gefahr, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, war sogar um 29 Prozent erhöht.

 

Die Forscher erklären die erhöhte Sterberate mit verschiedenen Mechanismen. So könne sich seelischer Stress direkt auf die Herztätigkeit auswirken und selbst bei scheinbar gesunden Menschen einen Infarkt begünstigen. Zudem beeinflussen psychische Probleme auch die Lebensführung, etwa indem Betroffene rauchen, viel Alkohol trinken oder sich wenig bewegen.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle: Ausgabe 10 / 2012 | Seite 1 | ID 35495710