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· Fachbeitrag · Berufskrankheiten

Berufliche Hauterkrankungen werden deutlich häufiger gemeldet

| Im Jahr 2010 sind der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) über 25 Prozent mehr beruflich bedingte Hauterkrankungen gemeldet worden. Das bedeutet jedoch nicht, dass es mehr beruflich bedingte Hauterkrankungen gibt. Ganz im Gegenteil: Der Anteil der schweren Fälle geht eher zurück. |

 

In der Vergangenheit haben Beschäftigte mit beruflich bedingten Hautproblemen oft einfach weiter gearbeitet - so lange, bis es nicht mehr ging und sie den Beruf aufgeben mussten. Mit breit angelegter Informationsarbeit hat die BGW als gesetzliche Unfallversicherung für das Gesundheitswesen erreicht, dass ihr beruflich bedingte Hauterkrankungen inzwischen früher gemeldet werden. Sie hat in den vergangenen Jahren bundesweit zehn Schulungs- und Beratungszentren (BGW schu.ber.z) eröffnet, in denen sie zielgruppenorientierte Hautschutz-Seminare und individuelle Hautsprechstunden anbietet.

 

PRAXISHINWEIS | Beruflich bedingte Hautprobleme beginnen in vielen Fällen mit wiederkehrenden Reizungen - oft schon zu Beginn der Ausbildung. Sie entstehen zum Beispiel durch den zu häufigen Kontakt mit Wasser, das die Hautbarriere schwächt. Auch zu langes Tragen von Schutzhandschuhen, das die Hände schwitzig und feucht macht, schadet der Haut. Früher oder später können sich aus den Hautreizungen dauerhafte Ekzeme entwickeln. Außerdem ist angegriffene Haut anfälliger für allergieauslösende Stoffe, etwa aus Reinigungs- oder Flächendesinfektionsmitteln. Nur wer Hautirritationen rechtzeitig behandeln lässt und dann konsequent auf den richtigen Schutz der Haut achtet, kann in seinem Beruf tätig bleiben.

 
Quelle: Ausgabe 03 / 2012 | Seite 1 | ID 30660850