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Der große Praxis-Knigge: So empfangen Sie Ihre Patienten wie gute Gäste zu Hause
von Angelika Doppel, Herne, www.a-doppel.de
| Wo man sich wohlfühlt, da geht man wieder hin. Da Ihre Patienten die medizinische Kompetenz Ihrer Praxis nicht von Anfang an beurteilen können, machen sie ihrWohlgefühl vom Empfang und der Begegnung mit dem Praxisteam außerhalb der Behandlung abhängig. Ihre Patienten lieben dabei gute Umgangsformen und assoziieren damit Professionalität. Das sollten Sie sich zunutze machen und so den Grundstein für eine dauerhafte Patientenbindung legen. Dieser Beitrag stellt Ihnen die wichtigsten „Regeln“ für den Umgang mit Ihren Patienten im Praxisalltag vor. Hätten Sie es gewusst? |
Wie gut kennen Sie sich mit Knigge aus?
Nachfolgend finden Sie eine Reihe von Aussagen über den Umgang mit Patienten undVorgesetzten, das Zusammenspiel im Team und zur Büroarbeit. Urteilen Sie selbst, ob diese für Sie „richtig“ oder „falsch“ erscheinen, und gleichen Sie Ihre Einschätzung mit den aktuellen Knigge-Regeln ab. Die Lösungen und eine Auswertung über alle von Ihnen gegebenen Antworten finden Sie online auf ppa.iww.de unter der Rubrik „Patientenkommunikation“oder mit dem Linktinyurl.com/q6h5a4s.
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Richtig | Falsch | ||
1 | Ein Patient betritt die Praxis. Sie unterbrechen Ihr Gespräch mit Ihrer Kollegin nicht, um den Patienten zu begrüßen, denn schließlich haben Sie das Recht, ein Gespräch erst zu Ende zu bringen. | ||
2 | Jemand niest. Sie wünschen ihm „Gesundheit“. | ||
3 | Es ist bei Ihnen üblich, dass Sie Ihre Patienten mit Handschlag begrüßen. Das kann man ungeachtet der Nationalität des Patienten machen. | ||
4 | Winterzeit - Schnupfenzeit. Sie dürfen sich - natürlich „bewaffnet“ mit einem Papiertaschentuch - in Gegenwart von Patienten die Nase schnäuzen. | ||
5 | Die Regel „Ladys first“ gilt immer. | ||
6 | Eine freundliche Erwiderung auf einen Dank lautet „kein Problem“ oder „keine Ursache“. | ||
7 | Wenn einem im Beruf vom Vorgesetzten das „Du“ angeboten wird, kann man das ablehnen. | ||
8 | Ein Mann steigt nie hinter einer Dame die Treppe hoch. | ||
9 | Die korrekte Selbstvorstellung lautet: „Ich bin die Frau Meier“. | ||
10 | Patienten haben immer und überall den Vortritt. | ||
11 | Der Chef wird dem Patienten zuerst vorgestellt. | ||
12 | Frauen bleiben bei einer Begrüßung immer sitzen. | ||
13 | „Hallo“ ist ein freundlicher und moderner Gruß, der immer passt. | ||
14 | Beim Small Talk kann man auch kontroverse Themen besprechen. | ||
15 | Höhergestellte Personen sollten nach Möglichkeit auf der rechten Seite gehen. | ||
16 | Patienten bringt man beim Abschied bis zur ersten Zimmertür. | ||
17 | Ein Handschlag gehört immer zum guten Ton. | ||
18 | Eine Jeans wird durch entsprechende Accessoires salonfähig. | ||
19 | Heutzutage ist es „in“, lange, bunt lackierte Fingernägel zu tragen. An der Rezeption einer Arztpraxis ist das auch gestattet. | ||
20 | Das Tragen eines Gürtels ist vorgeschrieben. | ||
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Richtig | Falsch | ||
1 | Ein Büro kann jederzeit betreten werden, wenn die Tür offen steht. | ||
2 | Man fragt nach einer „Rückantwort“, wenn man schriftlich um eine Antwort bittet. | ||
3 | Der Begriff „MfG“ ist heute eine geläufige Abkürzung. | ||
4 | In der Briefadresse ist der Begriff „z.Hd.“ zu verwenden. | ||
5 | E-Mails und Briefe unterscheiden sich in der Lockerheit des Tons. | ||
6 | Eine E-Mail ist in allen Fällen ein guter Ersatz für einen Brief. | ||
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Richtig | Falsch | ||
1 | Im Beruf wird das „Du“ nicht unbedingt vom Älteren, sondern vom Ranghöheren angeboten. | ||
2 | Kleine Verspätungen sind heute im Beruf normal und müssen nicht erklärt werden. | ||
3 | Man sagt „ich entschuldige mich“, wenn einem ein Versehen unterlaufen ist. | ||
4 | Bei mehreren akademischen Graden verwendet man in der Anrede nur einen. | ||
5 | Man darf im Sitzen die Beine so übereinanderschlagen, wie man will. | ||
6 | Das Angebot auf der Weihnachtsfeier, sich zu duzen, hat am nächsten Tag noch Bedeutung. | ||