· Fachbeitrag · Social Media
Facebook professionell nutzen
von Moritz Kohl, Medienbüro Medizin, Hamburg
| Unter den sozialen Medien hat Facebook die mit Abstand größte Reichweite. Allein in Deutschland sind 25 Mio. Menschen jeden Monat auf Facebook, 19 Mio. davon täglich. Allein schon deswegen eignet sich Facebook unter der Vielzahl an sozialen Netzwerken am besten für das Praxismarketing. In der letzten Ausgabe hat PPA die wichtigsten sozialen Netzwerke und ihren Nutzen für die Arztpraxis vorgestellt (siehe PPA 10/2014, Seite 14 ). Diesmal fasst PPA für Sie zusammen, wie Sie einen Facebook-Auftritt Ihrer Praxis aufbauen und erfolgreich für Ihr Praxismarketing nutzen. |
Ihre Praxis bekommt ein Facebook-Profil
Wenn Sie sich eine Seite bei Facebook erstellen, denken Sie daran: Es ist das Profil Ihrer Praxis, nicht Ihr Privatprofil. Zunächst brauchen Sie trotzdem selbst ein Facebook-Profil. Sind Sie privat nicht bei Facebook, können Sie auch ein neues, allgemeines Profil erstellen, auf dem Sie aber keine persönlichen Daten hinterlassen - beispielsweise „Dr. Max Mustermann“. Gehen Sie dann auf diesem Profil auf „Seite erstellen“ am linken Bildrand. Unter „Lokales Unternehmen oder Ort“ können Sie eine Seite für Ihre Praxis (Fanpage) einrichten. Später können Sie in den Einstellungen unter „Rollen für die Seite“ anderen MFA und Ihrem Chef erlauben, die Seite mit zu verwalten - vorausgesetzt, sie sind ebenfalls bei Facebook angemeldet.
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Erwecken Sie Ihre Seite zum Leben!
Ihre Fanpage lebt davon, dass andere Nutzer Ihre Seite mit „Gefällt mir“ markieren. Diese Nutzer (Fans) bekommen dann alles zu sehen, was Sie auf Ihrer „Chronik“ veröffentlichen, wo all Ihre Beiträge (Posts) gesammelt werden. Die Nutzer können Ihre Posts mit dem berühmten „Gefällt mir“-Daumen versehen (Like), kommentieren und teilen. (Einen Link zu einem Glossar wichtiger Begriffe finden Sie in den weiterführenden Hinweisen.)
Ihre Praxis-Fanpage ähnelt dem persönlichen Profil - mit allen Chancen und Risiken, die die sozialen Netzwerke bieten. Nachfolgend einige Beispiele, was Sie auf der Facebook-Seite Ihrer Praxis tun und lassen sollten.
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DO | DON‘T |
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Seiten-Funktionen: Karte, Bewertungen und Statistiken
Eine Facebook-Fanpage hat außerdem Funktionen, die Sie aus Ihrem privaten Facebook-Profil nicht kennen. Einige davon sind für Ihre Praxis sehr nützlich.
1. Kategorie festlegen
Manche Funktionen können Sie nur nutzen, wenn Ihre Seite die richtige Kategorie hat. Haben Sie beim Erstellen Ihrer Seite bereits „Lokales Unternehmen“ ausgewählt, können Sie direkt loslegen. Sie können die Kategorie aber auch ändern. Gehen Sie dazu auf „Einstellungen“ und dann auf „Seiteninfo“. Unter dem Reiter „Kategorie“ wählen Sie nun „Lokales Unternehmen“ aus - das ermöglicht Ihnen zum Beispiel, später eine Karte einzubauen. Als Unterkategorie können Sie „Doktor“ einstellen.
2. Karte und Bewertungen nutzen
Haben Sie die Kategorie „Lokales Unternehmen“ gewählt, erscheint ein kleines Feld mit dem Schriftzug „Karte, Besuche und Sternebewertungen auf der Seite anzeigen“, das Sie mit einem Häkchen versehen können. Jetzt sehen Nutzer, die die Seite Ihrer Praxis besuchen, Ihren Standort auf einer interaktiven Karte. Außerdem können sie Reviews für Ihre Praxis hinterlassen und sie mit einem bis fünf Sternen bewerten.
3. Statistiken verfolgen
Sobald Sie 30 oder mehr Fans haben, können Sie über den Reiter „Statistiken“ verfolgen, was auf Ihrer Seite los ist. So gewinnen Sie wertvolle Informationen für das Praxismarketing. Unter anderem sehen Sie
- wie viele Besucher Ihre Seite zu welchem Zeitpunkt hatte,
- wie viele Personen jeweils Ihre Beiträge gesehen haben und
- wie sich Ihre Fans nach Alter, Geschlecht und Herkunft zusammensetzen.
Weiterführende Hinweise
- Broschüre der BÄK zu Sozialen Medien: www.bundesaerztekammer.de/specialdownloads/Aerzte_in_sozialen_Medien.pdf
- Glossar wichtiger Facebook-Begriffe unter http://tinyurl.com/pj7bcez