· Fachbeitrag · SicherheitsfanatikeR
Umgang mit AIDS-Phobikern
von Mihrican Özdem, Diplompsychologin, Landau
| AIDS-Phobiker sind nicht davon zu überzeugen, dass sie kein AIDS haben. Für sie ist Gewissheit von existenzieller Bedeutung. Zugleich gelangen sie nie zu einer Sicherheit. Ein negatives AIDS-Test-Ergebnis beruhigt sie nur kurzfristig. Wie sollten MFA idealerweise mit dieser Klientel umgehen? |
Verständnis zeigen
Wie auch für Patienten mit einer anderen Krankheitsphobie, ist es für AIDS-Phobiker sehr belastend, dass sie mit ihren Ängsten nicht ernst genommen werden. Zwar wissen diese Patienten, dass sie unbegründet Angst haben. Dennoch ist es sehr unangenehm für sie, wenn sie im akuten Moment der Angst nur beschwichtigt und mit Unverständnis konfrontiert werden.
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Beschwichtigen | Verständnis zeigen |
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Von der äußeren Beruhigung zur Selbstberuhigung
Krankheitsphobiker fragen in der Arztpraxis unentwegt nach einem Beweis, dass sie die Krankheit nicht haben. Wünschenswerter wäre es, wenn der Patient lernen würde, sich selbst zu beruhigen.
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Beachten Sie | Geben Sie Ihrem Patienten diese Ratschläge nur dann, wenn Sie um Rat gefragt wurden. Auch wenn der Patient Ängste hat, ist er ein erwachsener Mensch und für sein Tun und Lassen selbst verantwortlich. |