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· Fachbeitrag · Patienteninformation

Vorsicht beim Baden: Zerkarien verursachen Badedermatitis

| Während der Sommermonate vermehren sich in vielen deutschen Seen und Weihern Saugwürmer (Schistosomen), deren Larven man als Zerkarien bezeichnet. Die ungefährlichen, aber lästigen Parasiten sind eigentlich auf einen Lebenszyklus zwischen Wasserschnecken und -vögeln festgelegt, befallen aber auch Menschen. |

 

Am meisten gefährdet sind Personen, die sich über längere Zeit im seichten, besonders warmen Wasser (mehr als 20 °C) am Ufer aufhalten. Deshalb sind häufig Kleinkinder betroffen, die eher plantschen als schwimmen. Die für das bloße Auge nicht sichtbaren Wurm-Larven bohren sich in die Haut und verursachen rote Pusteln, die an besonders hartnäckige, stark juckende Mückenstiche erinnern (Badedermatitis). Die Parasiten sind nicht gefährlich, weil sie in der menschlichen Haut rasch absterben.

 

  • Zerkarien: Hinweise für Patienten zur Vorbeugung
  • Verfolgen Sie die Meldungen der kommunalen Behörden und meiden Sie belastete Gewässer. Dort stehen häufig Schilder, die auf das Risiko hinweisen.
  • Wer trotzdem baden möchte, sollte sich etwa eine halbe Stunde davor gründlich am ganzen Körper mit wasserfester Sonnencreme einreiben. Deren Wirkstoffe erschweren den Larven das Eindringen in die Haut.
  • Duschen Sie nach dem Baden gründlich mit Trinkwasser, um die Parasiten von der Körperoberfläche zu spülen.
  • Gegen den Juckreiz an befallenen Hautstellen helfen Antihistaminika, z. B. Dimetinden (etwa in Fenistil®) oder Kortison-Cremes. Nach maximal 20 Tagen heilt die Badedermatitis folgenlos ab.
 

mitgeteilt von Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen, Buch am Buchrain

Quelle: Ausgabe 08 / 2016 | Seite 2 | ID 44171172