· Fachbeitrag · Information für Patientinnen
Bundesweite Studie zum Online-Selbsthilfetraining bei PMS
| Die Therapiemöglichkeiten für das Prämenstruelle Syndrom (PMS) sind bislang nur eingeschränkt. Als neuen Ansatz startet die Universität Marburg nun eine Studie zum internetbasierten Selbsthilfetraining. |
Bisherige Therapiemöglichkeiten
Als wissenschaftlich fundierte Behandlungsansätze stehen bislang die Verordnung von Hormonen oder Psychopharmaka oder verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Medikamentöse Verfahren sind oft mit verschiedenen Nachteilen, unter anderem schwerwiegenden Nebenwirkungen, verbunden. Die psychotherapeutische Versorgung scheitert oft daran, dass nicht genug ambulante Psychotherapieplätze vorhanden sind. Viele Frauen fühlen sich zudem in ihren Beschwerden nicht ernst genommen, was zu Frustration und einem großen Gefühl von Hilflosigkeit führen kann.
Neuer Ansatz: Selbsthilfetraining online
Ein Expertenteam der Philipps Universität Marburg hat nun das internetbasierte Selbsthilfetraining „prämensis“ entwickelt, um betroffenen Frauen im Umgang mit ihren Beschwerden zu helfen. Die Inhalte des „prämensis“-Programms sind ähnlich vielfältig wie die Beschwerden: In jeder Trainingswoche erlernen die Betroffenen verschiedene Strategien, wie sie besser mit ihrem PMS umgehen und dadurch die PMS-bedingte Belastung selbst reduzieren können.
Die teilnehmenden Frauen setzen sich mit ihren Gedanken und Gefühlen auseinander und lernen, wie sie Stress leichter bewältigen. Auch der Einfluss von Ernährung und Bewegung auf die prämenstruellen Beschwerden wird eingehend thematisiert. Bei „prämensis“ geht es weniger um Heilung, sondern vielmehr um eine bessere Bewältigung der prämenstruellen Beschwerden.
Weiterführende Hinweise
- Das Training dauert ungefähr acht Wochen, ist kostenlos und kann bequem von zu Hause aus durchgeführt werden.
- Information und Anmeldung online unter: www.kbt.info/praemensis/registration/
- E-Mail: praemensis@uni-marburg.de