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· Fachbeitrag · Darmkrebsprävention: Ernährung

Gesunde Ernährung senkt Darmkrebsrisiko

von Ursula Katthöfer, Wissenschaftsjournalistin, Bonn, www.textwiese.com

| Zu viel, zu süßes und zu fettes Essen, zu wenig Obst und Gemüse, dazu Cola, Bier und Wein. Onkologen gehen fest davon aus, dass eine ungesunde Ernährung das Darmkrebsrisiko erhöht. Bei Übergewicht sind sie sicher, dass das Risiko steigt. Als MFA können Sie Ihre Patienten dabei unterstützen, die Ernährung umzustellen und gesünder zu leben. Welche Hinweise Sie Ihnen geben können, fasst PPA zusammen. |

 

Das gute Maß

Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Ob Brot, Milch, Obst, Gemüse, Käse oder Wurst - es kommt auf die richtige Mischung und das richtige Maß an. Wer auf fetthaltige und süße Speisen einen zu großen Appetit entwickelt, lässt sich wohltuende Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien entgehen. Denn sie stecken vor allem in Obst, Gemüse und Getreide. Milch, Eier und Fisch sind wichtige Eiweißlieferanten.

 

Einkauf nach Plan

Gesunde Ernährung beginnt beim Einkauf. Patienten, die ihre Ernährung umstellen möchten, planen am besten mit Hilfe eines Einkaufszettels, was gekauft wird und was nicht. Sie sollten sich feste Regeln aufstellen, z. B.: „Kekse und Schokolade bleiben im Supermarktregal - dort können sie nicht schaden.“ Es empfiehlt sich nicht, mit leerem Magen einzukaufen. Dann ist die Gefahr einer Heißhungerattacke besonders groß.

 

Wasser löscht den Durst

Limonaden und Cola enthalten viel Zucker. Zum Durstlöschen eignen sich Wasser, ungesüßte Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen. Ein frisch gepresster Obstsaft schmeckt gut und enthält Vitamine und Nährstoffe. Alkohol sollte nur in kleinen Mengen getrunken werden.

 

Vorbild Südeuropa

Fisch statt Fleisch, pflanzliche Öle statt tierischer Fette, viel Obst und Gemüse. Die mediterrane Küche lebt die gesunde Ernährung vor. In den Ländern des Mittelmeerraums sterben weniger Menschen an Darmkrebs als im nördlichen Europa.

 

Genuss ist erwünscht

Ein erhobener Zeigefinger verdirbt den Appetit auf gesunde Kost. Strenge Diäten machen rebellisch und fordern dazu heraus, Verbote zu übertreten. Wer seine Ernährung umstellen möchte, setzt daher besser auf den Genuss. Der beginnt beim Anblick und beim Duft lecker angerichteter Speisen. Auch hilft es, das Essen in Ruhe zu genießen. Das langsame Kauen führt eher zu einem Sättigungsgefühl als das schnelle Herunterschlingen. Selbst Naschen ist erlaubt - solange das Maß stimmt.

Quelle: Ausgabe 02 / 2016 | Seite 11 | ID 43809915