29.10.2008 | Weiterbildung
Finanzielle Zuschüsse zu Weiterbildungen
Bildung ist kein abgeschlossener Vorgang, sondern ein steter Prozess im Leben, der niemals aufhört. So sieht es das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit es nach der Ausbildung, beispielsweise bei Medizinischen Fachangestellten (MFA), mit der Bildung weitergehen kann, fördert das BMBF berufliche Schulungen in allen Arbeitsfeldern.
MFA erhalten Kostenzuschuss
MFA können einen Kostenzuschuss für Weiterbildungen beantragen. Diese müssen nicht unbedingt medizinische Inhalte haben. Auch für Computer-Kurse oder Telefonschulungen werden Zuschüsse vergeben. Selbstverständlich gilt die Förderung auch für fachspezifische Weiterbildungen der MFA.
Gefördert werden Erwerbstätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen nicht über 17.900 Euro jährlich liegt. Bei gemeinsamer Veranlagung mit dem Ehepartner verdoppelt sich der maximal zulässige Betrag auf 35.800 Euro. Er halbiert sich auf 8.950 Euro bei MFA, die nur in Teilzeit arbeiten. Der Zuschuss kann maximal 50 Prozent der Kursgebühren betragen, höchstens jedoch 154 Euro.
Ab 1. Dezember Gutscheine beantragen
Ab dem 1. Dezember 2008 startet das Projekt. MFA können dann bei ausgewählten Beratungsstellen Gutscheine beantragen. Die Liste der zugelassenen Einrichtungen wird ebenfalls am 1. Dezember im Internet unter www.bildungspraemie.info veröffentlicht. In einem Beratungsgespräch werden die jeweiligen Voraussetzungen überprüft – diejenigen der MFA und die der Weiterbildung. Entspricht beides den Anforderungen, wird der Gutschein bewilligt. Diesen können Sie dann bei der jeweiligen Weiterbildungseinrichtung in Zahlung geben. Das BMBF erstattet anschließend den auf dem Gutschein verzeichneten Betrag.
Günstige Kredite geplant
Für das kommende Jahr sind außerdem Weiterbildungsdarlehen vorgesehen. MFA erhalten dann entsprechend einer Förderrichtlinie die Möglichkeit, Kredite für Weiterbildungen zu besonders günstigen Konditionen in Anspruch zu nehmen. Diese sollen auch für ein höheres Jahreseinkommen verfügbar sein. Finanziert werden die Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds. Weitere Informationen gibt es per E-Mail: bildungspraemie@bmbf.buergerservice-bund.de oder unter der kostenlosen Hotline (0800 - 2623 000).