Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww

02.12.2010 | Praxismarketing

Was können Sie tun, damit Ihre Patienten die Praxis zufriedener verlassen?

von Claudia Oancea, Praxisteamcoaching, Nürnberg

Über 80 Prozent Ihrer Patienten kommen durch Empfehlung in Ihre Praxis. Doch wo beginnt die Weiterempfehlung eigentlich? Die Antwort ist klar: Sie beginnt schon beim Besuch des Patienten in der Praxis, denn nur ein rundum zufriedener Patient wird auch eine Empfehlung an Freunde, Bekannte und Verwandte aussprechen.  

Wie zufrieden sind die Patienten mit Ihrer Praxis?

Nutzen Sie Ihre regelmäßigen Teambesprechungen dazu, um speziell das Thema „Patientenzufriedenheit“ zu beleuchten. Besprechen Sie im Team, wie sich Ihre Ist-Situation derzeit darstellt. Wichtig ist es, sich zunächst einmal die Frage zu stellen: „Wie zufrieden sind die Patienten mit unserer Praxis?“  

 

Die beste Frage, die Sie sich - das heißt jeder im Team einschließlich des Arztes - zu diesem Thema stellen können, ist: „Was kann ich heute tun, damit die Patienten die Praxis zufriedener verlassen?“  

 

Mithilfe der Checkliste auf der nächsten Seite kommen Sie der Beantwortung dieser Frage ein Stück näher!  

Individuelle Übersicht für die Praxis zusammenstellen

Sehen Sie die Checkliste nur als Anregung und finden Sie weitere Punkte, die die Situation in Ihrer Praxis widerspiegeln. Wenn Sie genügend Punkte im Team zusammengetragen haben, schreiben Sie diese auf ein Blatt und kopieren für jeden im Team ein Exemplar. So haben Sie eine hervorragende Übersicht dazu, wo in Ihrer Praxis aktuell Handlungsbedarf besteht.  

 

Anschließend können Sie mit Schulnoten jeden Punkt der Checkliste benoten - wie empfinden Sie die Ist-Situation im Moment? Tragen Sie die Einzelnoten am Ende zusammen und berechnen Sie den Durchschnitt für Ihre Praxis. Fangen Sie mit den Verbesserungen bei den Punkten an, bei denen Sie am schlechtesten abgeschnitten haben.  

 

Mit der Umsetzung haben Sie sicher genügend „Stoff“ für Ihre nächsten Teambesprechungen! Und setzen Sie sich unbedingt zu jedem Punkt, den Sie verbessern möchten, konkrete Ziele und legen Sie einen konkreten Zeitpunkt für die Erledigung fest. Bearbeiten Sie die Punkte nacheinander, machen Sie also nicht gleichzeitig zu viele „Baustellen“ auf.  

 

Checkliste zur Steigerung der Patientenzufriedenheit

Freundlich sein gegenüber den Patienten (Begrüßung, Aufenthalt, Verabschiedung)  

 

Im Praxisteam freundlich miteinander umgehen  

 

Sich für den Patienten Zeit nehmen  

 

Auf den Patienten gut vorbereitet sein  

 

Dem Patienten stets die volle Aufmerksamkeit schenken  

 

Den Patienten ernst nehmen  

 

Aufmerksam zuhören  

 

Lösungsvorschläge den Wünschen des Patienten entsprechend anbieten  

 

Den Patienten gut beraten  

 

Den Patienten kompetent betreuen und aufklären (zum Beispiel über die Kosten und den Behandlungsablauf)  

 

Fortbildungen besuchen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben  

 

Den Arbeitsplatz gut vorbereiten  

 

Für gepflegte Räumlichkeiten und ein ansprechendes Ambiente sorgen  

 

Korrekte Arbeitskleidung tragen  

 

Keine schlechte Laune am Patienten „auslassen“  

 

Keine Streitgespräche mit Kolleginnen vor dem Patienten führen  

 

Bei der Terminvergabe - wenn möglich - auf die Patientenwünsche eingehen  

 

Pünktlich mit der Behandlung beginnen  

 

Hilfsbereit sein  

 

Sich nicht anmerken lassen, wenn der Tag anstrengend war  

 

Dem Patienten gegenüber sicher auftreten, Kompetenz ausstrahlen  

 

Höflich gegenüber den Patienten und dem Praxisteam sein  

 

Nach einer Operation den Patienten anrufen und sich nach seinem Zustand erkundigen  

 

Dem Patienten das Gefühl geben, nur für ihn da zu sein  

 

Eine entspannte Atmosphäre schaffen  

 

Individuell auf den Patienten eingehen, zum Beispiel bei Angstpatienten im Zimmer bleiben, den Patienten ablenken  

 

Den Patienten loben und Anerkennung zeigen, wenn er bei der Behandlung gut mitmacht  

 

Für einen „reibungslosen“ Ablauf vom Betreten bis zum Verlassen der Praxis sorgen  

 

Eine „Wohlfühlatmosphäre“ herstellen (zum Beispiel Ruhe, Seriosität, keine Hektik)  

 

Den Patienten zum Beispiel bei Schmerzen, Angst, Unsicherheit oder Anspannung mit beruhigenden Worten unterstützen  

 

Eine positive Einstellung gegenüber dem Patienten, dem Praxisteam und dem Beruf zeigen  

 

Weiterführende Hinweise

  • „Wie können Sie durch eine Fragebogenaktion die Patientenzufriedenheit erhöhen?“ („Praxisteam professionell“ - PPA - Nr. 6/2009, S. 10)
  • „Customer Relationship Management - oder die Kunst, seine Patienten zu lieben“ („Praxisteam professionell“ - PPA - Nr. 10/2010, S. 13)

 

Quelle: Ausgabe 12 / 2010 | Seite 4 | ID 140530