28.03.2008 | Praxismarketing
Ihr individuelles Praxisbuch im Wartezimmer – Praxismarketing mit Persönlichkeit!
Viel wurde und wird derzeit über Praxishandbücher – meist im Zu-sammenhang mit Qualitätsmanagement – geschrieben. Doch in diesem Beitrag möchten wir Ihnen ein ganz anderes, ein besonderes Praxisbuch vorstellen.
Patienten schon im Wartezimmer gezielt informieren
Oft sieht man im Wartezimmer verschiedensten Lesestoff – von Hochglanzmagazinen über Tageszeitungen bis hin zu Werbung für Zusatzversicherungen oder dem neuesten Programmheft der Volkshochschule. Dies alles soll dazu dienen, den Patienten die Wartezeit zu verkürzen. Besser als sich einfach nur die Zeit zu vertreiben, ist es jedoch, wenn Ihre Patienten bereits im Wartezimmer die Zeit nutzen können, um sich zielgerichtet über Ihre Praxis zu informieren. Ein besonderes „Highlight“ für Ihr Wartezimmer könnte in diesem Zusammenhang Ihre individuelle Präsentationsmappe oder – besser noch – Ihr persönliches Praxisbuch sein! Dies kommt bei Patienten gut an und ist gleichzeitig ein hervorragender Werbeträger für Sie und Ihre Praxis.
Je persönlicher es gestaltet ist, desto besser
Präsentieren Sie Ihr Praxisbuch in einem schönen Halter aus Plexi- glas – einem sogenannten Chart. Sie können Charts mit Inhalt kaufen und sich bestimmte Seiten individualisieren lassen oder Sie kaufen nur das Chart ohne Inhalt und gestalten es selbst. Dies ist kein großer Aufwand und außerdem viel persönlicher.
Inhalte des Praxisbuchs im Team besprechen
Wenn Sie sich neben Word auch mit Power-Point auskennen, ist die Gestaltung der einzelnen Seiten bzw. Folien noch einfacher. Als praktische Vorgehensweise empfehlen wir Ihnen, im Team zu besprechen, welche Inhalte für Sie wichtig wären. Als erstes können Sie mit der Gestaltung eines „Willkommensblattes“ beginnen. Weiter geht es dann mit dem „Teamblatt“. Anschließend können Sie die Praxisphilosophie, die Behandlungsschwerpunkte sowie die Praxisleistungen vorstellen.
Wenig Text, viele Bilder
Vermeiden Sie zuviel Text. Der Patient möchte kurz informiert werden. Am besten ist es, die Patienten durch das Lesen zu Nachfragen zu bestimmen Leistungen anzuregen. Auch sollten Sie die Patienten im Text in den Mittelpunkt stellen, obwohl Sie Ihre Leistungen präsentieren. Achten Sie also darauf, dass Sie so oft wie möglich „Ihre“ und „Sie“ einsetzen statt „unsere“ und „wir“.
Sie können bei der Gestaltung Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Doch achten Sie darauf, dass das Buch „aus einem Guss“ ist. Einigen Sie sich also auf ein Design, das auch zur Ausstattung Ihrer Praxis passt und behalten Sie dies auf jeder Seite bei. Dazu gehört, dass Farben, Schriften und Aufteilung stimmig sind und sich auch Ihr Praxislogo auf jeder Seite wiederholt.
Patienten auf das Handbuch ansprechen
Selbstverständlich sollten Sie beim Patienten ein Feedback einholen. Fragen Sie ihn, was ihm am Praxisbuch besonders gefiel oder was für ihn bei der Lektüre neu war. So haben Sie einen guten Gesprächseinstieg, um auf einzelne Leistungen hinzuweisen. Obwohl Sie in Ihren Praxisräumen nahezu uneingeschränkt werben können, versteht es sich von selbst, dass Sie vergleichende („… Wir sind besser als …“) und marktschreierische Aussagen vermeiden müssen.
Sollten Sie keine eigenen Fotos haben, um einzelne Leistungen (zum Beispiel die Akupunktur) bildhaft zu erklären, gibt es auf Anfrage gutes Bildmaterial bei Ihren Industriepartnern.
Die Seite der Teamvorstellung eignet sich sehr gut dazu, neben der beruflichen Qualifikation auch persönliche Dinge – zum Beispiel Hobbys – zu erwähnen. So wird das Buch umso persönlicher. Überlegen Sie, ob Sie für jedes Teammitglied eventuell eine separate Seite nutzen. Der Vorteil: Wenn eine neue Kollegin in die Praxis kommt, muss man nicht das komplette Teamfoto neu erstellen.
Da die Menschen immer sicherheitsbewusster werden, sollte eine Seite, bei der Sie auf die Praxishygiene und auf sichere Materialien eingehen, nicht fehlen. Auch eine Motivation für die Wertigkeit Ihrer Leistungen und die damit verbundenen Ausgaben des Patienten ist sicher sinnvoll. Ergänzen können Sie das Praxisbuch auch mit der Vorstellung des Labors oder einer anderen Praxis, mit denen Sie zusammenarbeiten.
Praxisbuch als Verkaufs- und Marketinginstrument nutzen
Grundsätzlich sollten Sie Ihr Praxisbuch als Marketing- und Verkaufsinstrument einsetzen, denn nur dann lohnt sich auch der Aufwand für eine solche Präsentationsmappe.
Ein Beispiel für ein selbst gestaltetes „Musterpraxisbuch“, das Sie auch in Ihrer Praxis verwenden können, enthält der Online-Service (www.iww.de; in „myIWW“ einloggen) in der Rubrik „Musterschreiben“ als Powerpoint- (zum Bearbeiten) und als PDF-Version. Ganz wichtig: Laminieren Sie aus hygienischen Gründen und zur leichteren Reinigung die einzelnen Blätter. Außerdem sehen sie dadurch professioneller aus und halten länger.