16.09.2016 · Fachbeitrag · Sekundärprävention
US-Neurologen empfehlen PFO-Verschluss nur nach engen Kriterien
Die American Academy of Neurology hat ihre Empfehlungen zur Sekundärprävention bei Schlaganfall-Patienten mit persistierendem Foramen ovale (PFO) aktualisiert. Zum routinemäßigen Angebot eines perkutanen PFO-Verschlusses nach kryptogenem Schlaganfall wird außerhalb von Studien nicht geraten. Seltene Ausnahmen sind Patienten mit wiederholten Schlaganfällen trotz adäquater medikamentöser Therapie, die bevorzugt mit dem Amplatzer-PFO-Okkluder behandelt werden sollten. Das Verfahren verringert wahrscheinlich das Rezidivrisiko, erhöht möglicherweise aber auch das Risiko für Vorhofflimmern und birgt ein prozedurales Komplikationsrisiko von 3,4 %. Ob eine Antikoagulation bei den genannten Patienten einer Therapie mit Plättchenhemmern überlegen sei, ist unklar. Gibt es keine eindeutigen Indikationen für Antikoagulanzien, können deshalb auch Plättchenhemmer eingesetzt werden.
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