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  • 23.04.2014 · Fachbeitrag · Multiple Sklerose

    Neue Erkenntnisse zu JC-Virusinfektion von MS-Patienten unter Natalizumab

    | Eine progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) aufgrund einer Infektion mit JC-Viren (humanes Polyomavirus 2) ist eine seltene und gefürchtete Komplikation während einer Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Natalizumab bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (MS). Wie die Erreger das zentrale Nervensystem befallen, wurde bisher nicht hinreichend belegt. US-Wissenschaftler haben nun in einer Studie bei 49 MS-Patienten und 18 gesunden Freiwilligen herausgefunden, dass JCV bei MS-Patienten gehäuft mononukleäre CD34+-Zellen des Knochenmarks befallen, die in hoher Konzentration in die periphere Zirkulation übergehen. Die befallenen CD34+-Zellen differenzieren sich zu CD19+-Zellen, die die Vermehrung von JCV begünstigen. Bei 50 % bzw. 44 % der über zehn Monate und mehr als 24 Monate mit Natalizumab behandelten Patienten wurde JC-Virus-DNA in mindestens einem mononukleären Zellkompartiment nachgewiesen. Bei den gesunden Probanden erfolgte der Nachweis bei 17 %. Ein anhaltender Befall von JCV in CD34+-Zellen wurde bei 31 % und in CD19+-Zellen bei 24 % der MS-Patienten belegt. Von den Kontrollpatienten zeigte nur einer eine Virämie in CD34+-Zellen. |