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  • ·Fachbeitrag ·Epigenetik

    Weichmacher führen zu mehr Allergien

    | Die Nachkommen von Müttern, die viel Phthalate aufgenommen haben, leiden verstärkt an Asthma. Offenbar schalten diese bestimmte Gene aus. |

     

    Phthalate gehören zu den Weichmachern. Sie sind in vielen Kunststoffprodukten enthalten und werden über die Haut, die Luft und und die Nahrung aufgenommen. Dass sie hormon-ähnliche Wirkungen entfalten können, ist bereits bekannt. Offenbar beeinflussen sie aber auch die Entwicklung von allergischem Asthma bei Kindern, deren Mütter hohe Konzentrationen an Phthalat-Metaboliten im Urin hatten. Diesen Befund aus der prospektiven Mutter-Kind-Kohorten-Studie LINA (Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen- Allergierisiko) konnten die Forscher im Mausmodell bis in die Enkelgeneration bestätigen. Bestimmte Gene in der DNA der jungen Mäusen waren methyliert. Offenbar schalten die Phthalate bestimmte Gene bei den Nachkommen aus, so dass die Immunzellen verstärkt allergiefördernde T-Helfer-2-Zellen bilden, die bei der Allergieentwicklung zentral sind. Auch bei den Kindern mit allergischem Asthma war das entsprechende Gen durch Methylierung blockiert und konnte nicht abgelesen werden.

     

    Quelle