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  • 24.09.2015 · Fachbeitrag · Epidemiologie

    Typ-2-Diabetes schützt vor Amyotropher Lateralsklerose

    | Die Pathogenese einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer sehr seltenen und tödlich verlaufenden neurodegenerativen Erkrankung, ist weitgehend unklar. Neben genetischen Faktoren tragen vermutlich auch Umweltfaktoren zu der Erkrankung bei. Vaskuläre Risikofaktoren, insbesondere ein Typ-2-Diabetes, scheinen hingegen protektiv zu wirken. Daten einer Fall-Kontroll-Studie in Dänemark mit 3.650 ALS-Patienten und 365.000 Kontrollpersonen weisen erneut auf diesen Zusammenhang hin. Bei Diabetikern war das ALS-Risiko um rund 40 % verringert. Der Zusammenhang wurde mit zunehmendem Alter zum Zeitpunkt der Diabetesmanifestation signifikant deutlicher. Bei Personen, die bereits im Alter unter 40 Jahren erkrankt waren, wurde kein Zusammenhang festgestellt. Auch Übergewichtige schienen zunächst ein um rund 20 % verringertes ALS-Risiko zu haben. Bei Berücksichtigung von Diabetes war der Zusammenhang aber nicht mehr signifikant. |