21.01.2014 · Fachbeitrag · Epidemiologie
Herpes zoster in jungen Jahren mit erhöhtem Schlaganfallrisiko verbunden
Eine Herpes-zoster-Erkrankung ist ein unabhängiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, bestätigen retrospektive Daten aus Großbritannien zu mehr als 106.000 Betroffenen und 213.000 Kontrollpersonen. Im Verlauf von bis zu 24 Jahren nach einer Herpes-zoster-Erkrankung (im Median 6,3 Jahre) war bei allen Betroffenen das Risiko für eine transitorische ischämische Attacke (TIA) und für einen Herzinfarkt um 10 bis 15 % höher als bei Vergleichspersonen. Besonders deutlich zeigte sich die Risikoerhöhung bei Personen, die bereits im Alter unter 40 Jahren an Zoster erkrankt waren. Bei ihnen waren das TIA-Risiko um das 2,4-Fache, das Schlaganfall-Risiko um 75 % und das Herzinfarkt-Risiko um 50 % erhöht. Der Grund dafür sei vermutlich, dass bei jüngeren Menschen weniger auf vaskuläre Risikofaktoren geachtet und die Therapie vernachlässigt werde, so die Autoren.
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