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·Fachbeitrag ·Prostatakarzinom

Antiandrogene Hormontherapie offenbar bei hoher Komorbidität ungünstig

Sowohl Bestrahlung als auch antiandrogene Hormontherapie können das Überleben von Männern mit Prostatakrebs und ungünstigem Risikoprofil verlängern und werden auch kombiniert eingesetzt. Der Nutzen einer zusätzlichen Hormontherapie über sechs Monate ist aber nach dem Ergebnis einer US-Studie bei insgesamt 206 Prostatakarzinom-Patienten erheblich von der Komorbidität abhängig. Bei Männern mit moderater bis schwerer Komorbidität (Grad 2+3 auf der 4-stufigen Adult Comorbidity Evaluation 27), die nur bestrahlt worden waren, war im medianen, fast 17-jährigen Beobachtungszeitraum die Gesamt-Mortalität signifikant um 64 % und die kardiale Mortalität signifikant um 83 % geringer als bei Patienten, die kombiniert behandelt worden waren. Keine Unterschiede gab es bei der Prostatakrebs-Mortalität. Bei Patienten mit keiner oder geringer Komorbidität (Grad 0+1) war hingegen unter alleiniger Strahlentherapie die Gesamtmortalität signifikant um 50 % und die Prostatakrebs-Mortalität signifikant mehr als vierfach erhöht.

 

PRAXISHINWEIS | Vor allem bei Patienten mit Prostatakarzinom und gleichzeitiger Herzerkankung sollte der Einsatz der Hormontherapie hinterfragt werden.

 

Quelle

  • D‘Amico AV et al.: Long-term Follow-up of a Randomized Trial of Radiation With or Without Androgen Deprivation Therapy for Localized Prostate Cancer. JAMA 2015; 314(12): 1291-1293

 

Volltext

Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 19 | ID 43665125