11.01.2016 · Fachbeitrag · Eisensubstitution
Anaphylaxie: Risiko bei Eisendextran i.v. am höchsten
Bei jeder i.v.-Therapie mit Eisenprodukten besteht ein geringes Anaphylaxierisiko, das aber von Produkt zu Produkt durchaus variiert. In einer retrospektiven Analyse der Daten von knapp 690.000 Medicare-Versicherten in den USA, bei denen neu eine i.v.-Eisentherapie begonnen worden war, wurden 274 anaphylaktische Reaktionen bei Erstexposition und weitere 170 Fälle bei Folgeanwendungen dokumentiert. Das Risiko für eine Anaphylaxie war bei Erstexposition zu i.v.-Eisendextran mit 68 Fällen pro 100.000 Behandelten am höchsten. Bei allen Nicht-Dextran-Eisenprodukten betrug die Anaphylaxie-Rate nur 24 pro 100.000 Personen. Im Vergleich zu einem Einsatz von Eisensaccharose war das Anaphylaxierisiko unter Eisendextran vierfach, im Vergleich zu anderen Produkten zweifach erhöht.
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